Auschwitz-Song by Khanci Dos (Romani).FLV

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Uploaded by on Sep 12, 2010

"Tumare dukha, Si rani ande le lumako mas" - "Eure Leiden, Euer Schmerz sind die Narben im Fleisch der Welt"
(Lani "Goldschabi" Rosenberg)

Die Erinnerung an die nationalsozialistische Terrorherrschaft wird durch das Wissen um die Einzigartigkeit des Holocaust bestimmt. Der Völkermord an den Sinti, Roma, Jenischen und anderen Fahrenden war ein Menschheitsverbrechen bisher nicht gekannten, beispiellosen Ausmaßes.

Am 16. Dezember 1942 befahl Heinrich Himmler die Deportation sämtlicher noch im Reichsgebiet lebenden Sinti, Roma, Jenischen und anderer Fahrender in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau. Mit diesem sog. „Auschwitz-Erlass" leitete er die Endphase des systematischen, rassistischen Völkermords an den Sinti, Roma, Jenischen und die anderen Fahrenden ein. Auf Grund dieses Erlasses wurden ab März 1943 Tausende Menschen nach Auschwitz-Birkenau in den von Himmler zynisch „Familienlager" benannten Abschnitt B II e deportiert. Viele gingen schon nach wenigen Wochen an den schlimmen Lebensbedingungen zu Grunde oder starben unter den Gewalthandlungen der Bewacher.

In der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 wurden die letzten der verbliebenen 2.900 Sinti, Roma, Jenischen und die anderen Fahrenden aus diesem Lagerabschnitt im Gas erstickt. Alleine in Auschwitz kamen über 20.000 der Menschen ums Leben. Durch Arbeit, Zwangsarbeit, Hunger und Krankheiten, durch medizinische Experimente, Zwangssterilisationen und schließlich durch Gas wurden die Sinti, Roma, Jenischen und andere Fahrende gnadenlos ausgelöscht.

"O pharipe meg dschil ... Das Leid lebt noch..."

Erinnerung an die ermordeten Sinti und Roma aus Gelsenkirchen am Donnerstag, 16. Dezember 2010, 19:00 Uhr. Treffpunkt: Ostpreußenstrasse, Ecke Exterbruch (Bogestra-Busdepot). Schweigegang vom Treffpunkt zur damaligen Reginenstraße, Höhe Bahnübergang Ostpreußenstraße.

Mit der anschließenden Kranzniederlegung und dem entzünden von Kerzen gedenken wir der im Nationalsozialismus ermordeten Menschen des Volkes der Sinti und Roma.

Wir schaffen an diesem Gedenktag mit Blumen und Kerzen einen temporären Erinnerungsort für die ermordeten Sinti und Roma und wollen so an diesem authentischen Ort an zeithistorische Geschehnisse, die in das Fabrikmäßige Töten von Menschen mündeten, in den Focus der Öffentlichkeit rücken.

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