Ein deutscher Klassiker liefert den Stoff, ein kongenialer Regisseur findet die richtige Form und ein glänzend aufgelegtes Star-Ensemble spielt mit solcher Leidenschaft, dass Friedrich Schiller seine Freude daran gehabt hätte. Mit seiner Verfilmung von „Kabale und Liebe beweist Leander Haußmann, dass ein klassisches Drama das Zeug zu bester Kinounterhaltung für alle hat. Die herausragende Paula Kalenberg, 18 Jahre jung und in ihrer Rolle äußerlich die Inkarnation der Unschuld und Reinheit, verführt das Publikum gemeinsam mit August Diehl als Ferdinand zu einer Achterbahnfahrt der Gefühle.
Götz George als atemlos dominanter Vater Ferdinands gibt dem Präsidenten von Walter das Profil eines Raubtierkarrieristen; Detlev Buck ist sein Oberintrigant Wurm, der die Kabale erfindet, weil er von der Liebe verschmäht wird; und Katja Flint ist Lady Milford, deren mondäne Schönheit zu Perückenpuder zerfällt, als Luise ihr begegnet und sie einsehen muss, dass ihr standesdünkeliges Rollenspiel dieser Liebe nichts entgegenzusetzen hat. Katharina Thalbach und Ignaz Kirchner geben Luises Eltern Miller und Millerin mit viel Witz beides: Aufrichtigkeit und Tumbheit des kleinbürgerlichen Standes.
„Die Besetzung ist genau so, wie wir sie in einem Drama der deutschen Klassik erwarten dürfen. Götz George! Detlev Buck! Wer Götz George als Präsident, also Ferdinands Vater gesehen hat, fragt sich, warum der statt Schimanski nicht längst den ganzen Schiller spielt! Haußmann hat seinen Schiller-Film nicht einfach mit klingenden Namen besetzt, sondern er hat es punktgenau getan, so bekommt die kleinste Figur eine wunderbare Prägnanz und jene Dynamik, die den ganzen Film prägt.
(Der Tagesspiegel)
„Es ist der wohl saftigste, emotionalste, schülerfreundlichste und bildungsbürgerlich unbekümmertste Beitrag zum Schiller-Jahr: eine Love-Story, erzählt in prallen, pulsierenden Bildern, mit Liebes-, Fecht- und Feuerwerksszenen, jede Menge Streit und Herzleid... Es ist der Puls der Leidenschaft, der diesen Film bestimmt, der Rhythmus des pochenden Herzens: eine brausende Strum-und-Drang-Energie. Haußmann bedient sich schneller Schnitte, Großaufnahmen und einer flotten, gestrafften Dramaturgie.
(Süddeutsche Zeitung)
die MILFord ... eine Hure ... jaja der schiller hat was vorgeahnt :D
mrxfendt 7 months ago 10
hey wo kann ich den ganzen film anschauen??
wir schreiben am donnerstag ne ka darüber XD
danke
MsGossipgirl93 1 year ago 8