Geo-Engineering / Climate Engineering - Dokument Deutscher Bundestag

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Uploaded by on Aug 9, 2011

http://wetterhampelmann.wordpress.com/

Reduzierung der Erderwärmung durch Änderung der Strahlungsbilanz der Erde

Der natürliche Treibhauseffekt der Atmosphäre sorgt dafür, dass die Erdoberfläche eine mittlere Temperatur von +14 anstatt von -18 Grad Celsius hat, wie ohne Atmosphäre zu erwarten wäre. Die Erhöhung des Treibhausgasanteils der Atmosphäre verändert die Strahlungsbilanz der Erde,
der Treibhauseffekt wird verstärkt. Um die aufgenommene Strahlungsenergie zu verringern, wurden zwei Konzepte entwickelt: Die einfallende Sonnenstrahlung könnte zum einen durch Reflektoren im Weltall, zum andern durch Aerosole in der Atmosphäre reduziert werden. Eine geeignete Stelle für die Reflektoren im Weltall ist der sogenannte Lagrange-Punkt zwischen Erde und Sonne, an dem Kräftefreiheit herrscht und an dem die Position der (in gewissem Umfang steuerbaren) Reflektoren ohne große Korrekturmanöver gehalten werden kann. Die Reflektoren im All hätten den Vorteil, dass nicht in die komplexe Chemie der Atmosphäre eingegriffen würde. Da große Mengen geeigneter Reflektoren hergestellt und ins All befördert werden müssten,
ist diese Methode so aufwändig, dass sie aktuell als unrealistisch betrachtet werden kann. Die Aerosol-Methode lehnt sich an natürliche Phänomene wie den Ausbruch des Vulkans Pinatubo im Jahr 1991 an. Dabei gelangten ca. 17 Millionen Tonnen Schwefeldioxid (SO2) in die Stratosphäre. SO2 bildet in der Atmosphäre einen Nebel aus Schwefelsäuretröpfchen (Aerosol). Im Fall des Pinatubo bewirkte dies eine Reduktion der Sonneneinstrahlung um fünf Prozent und einen globalen Temperaturabfall um ca. 0,5 Grad Celsius. Allerdings gab es auch Auswirkungen auf die Ozonschicht -- über der Antarktis nahm das Ozonloch eine neue Rekordgröße an. Der Chemie-Nobelpreis-Träger Paul Crutzen schlug 2006 vor, SO2 zur Sonnenabschirmung in die Stratosphäre einzubringen. Das SO2 soll dabei in sehr viel größere Höhe (ca. 25 km) und in kleinerer Menge (1-5 Millionen Tonnen SO2 pro Jahr) eingebracht werden, als das jährlich durch
Verbrennungsprozesse auf der Erde erzeugte SO2 (ca. 100 Millionen Tonnen). Eine andere Aerosol- Methode verfolgt die Idee, mit Hilfe sogenannter Flettner-Schiffe einen Sprühnebel aus Meerwasser zu erzeugen, um dadurch die Wolkenbildung über den Meeren zu verstärken. Die
zusätzlichen Wolken würden ebenfalls verstärkt Sonnenlicht ins All reflektieren.

Resümee

Einerseits zeigt Geo-Engineering neue Ansatzmöglichkeiten einer weltweiten Klimapolitik auf. Innerhalb des 7. EU-Forschungsrahmenprogramms werden bereits einzelne Geo-Engineering Projekte gefördert. Angesichts der Komplexität der Klima-Modelle und der großen Ökosysteme der Erde besteht andererseits jedoch immer die Gefahr unvorhergesehener Nebenfolgen. Veränderungen der Meeresströmungen (thermohaline Zirkulation) oder des Monsuns könnten dramatische Folgen für die Lebensgrundlagen in einzelnen Ländern haben. Zudem müssten alle technischen Maßnahmen über lange Zeiträume fortgesetzt werden. Mit Ausnahme der Sequestrierungsverfahren
würden gleichzeitig die ökologischen Folgen des CO2-Anstiegs, wie z.B. die Versauerung der Meere, weiter zunehmen. Im Mai 2010 wurde im Rahmen der Biodiversitätskonvention der VN in Nairobi (Kenia) vom wissenschaftlich-technischen Ausschuss eine Empfehlung für ein „Geo-Engineering Moratorium" gegeben. Dieses soll den 193 Mitgliedsstaaten im Oktober 2010
auf der Vertragsstaatenkonferenz in Nagoya (Japan) vorgelegt werden. Es heißt darin, dass klimabezogene Geo-Engineering Aktivitäten solange nicht stattfinden sollen, bis eine angemessene wissenschaftliche Basis besteht, auf der die Risiken für Umwelt und Artenvielfalt und ihre sozialen,
ökonomischen und kulturellen Folgen bewertet werden können.

Quelle: http://www.bundestag.de/dokumente/analysen/2010/geo-engineering.pdf

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All Comments (8)

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  • Absuluter Unsinn, was die da planen. Den Klimawandel kann man nicht aufhalten und CO2 hat, physikalisch bewiesen, keinen Effekt auf das "Weltklima"( btw es gibt kein Weltklima, denn ein Klima deffiniert sich über das Wetter). Wenn sich das Meer erwärmt wird CO2 schlechter gebunden und noch mehr wird freigesetzt. Der Treibhauseffekt gilt nur in Treibhäusern, daher der Name. Außerdem war es 1100 mehrere Grad wärmer im Durchschnitt als in diesem Jahrhundert.

  • Ach, dieses Dokument ist nur Augenwischerei.

    Aber trotzdem danke...

  • Es stellt sich die Frage wie man die resultierenden Schäden an Flora und Fauna später wieder beheben will...

    Es muss ein Nachfolgeprogramm geben...

    Sucht danach...!!!

  • sie wollen uns die sonne nehmen!

  • wenns denn nur die wettermanipulation wären ;(

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