Die Idee vom bedingungslosen Grundeinkommen begeistert linke Denker und liberale Ökonomen gleichermaßen. Die andauernd hohe Arbeitslosigkeit, Hartz IV, aber auch die Kosten des Sozialstaats haben ihr zu neuer Blüte verholfen. Das bedingungslose Grundeinkommen - Traum oder Albtraum? Wie kann es finanziert werden? Und ist es wirklich gerecht?
Immer Ärger mit Hartz IV. Seit geraumer Zeit dominiert dieser Streit die politische Diskussion, erregt die Gemüter und beschäftigt die Gerichte. Die Parteien sind uneins, das Unbehagen in der Gesellschaft wächst, auch bei der Bürgerschaftswahl 2011 in Hamburg stand das Thema ganz oben auf der Agenda der Wahlkämpfer. Die Tage dieses stets umstrittenen Transfermodells scheinen gezählt - aber welche neue Idee wird sich durchsetzen und die Gesellschaft befrieden?
Sicherung durch Grundeinkommen
Immer weniger Arbeitsplätze für immer mehr Menschen. Und diese Menschen verspüren immer stärker den Wunsch nach sinnerfüllten Tätigkeiten und kreativer Selbstverwirklichung. Mit einem Grundeinkommen soll die Existenz der Bürger gesichert, die Würde des Einzelnen respektiert und nebenbei auch ausufernde Bürokratie abgebaut werden. Der ehemalige thüringische Ministerpräsident Dieter Althaus hat das Konzept "Solidarisches Bürgergeld" entwickelt, die FDP schlägt das "Liberale Bürgergeld" vor, das allerdings an Bedingungen geknüpft ist. Am konsequentesten wird die Utopie eines bedingungslosen Grundeinkommens von dem Unternehmer Götz Werner und seinen Mitstreitern vertreten: 1000 Euro für jeden!
Gegner und Befürworter des bedingungslosen Grundeinkommens finden sich in allen politischen Lagern und gesellschaftlichen Gruppen: Wird es in Zukunft wirklich weniger Arbeit geben oder muss man neue Arbeit neu verteilen? Wer übernimmt die unbequemen Aufgaben, wenn die Existenz auch ohne Leistung gesichert ist? Oder führt das "BGE" zu einem gerechteren Entlohnungssystem? Verleitet das Grundeinkommen die Menschen zu allgemeiner Lethargie oder weckt es kreative Kräfte? Und überhaupt: Wer zahlt das alles?
Welttag der Sozialen Gerechtigkeit
Zum Welttag der Sozialen Gerechtigkeit diskutiert Volker Panzer mit seinen Gästen Adrienne Goehler, Michael Opielka und Götz Werner über das Thema "1000 Euro für jeden - Zukunftsmodell Grundeinkommen?"
Das letzte Wort:
"Wir ergreifen keine Idee, sondern die Idee ergreift uns und knechtet uns und peitscht uns in die Arena hinein, dass wir wie gezwungene Gladiatoren für sie kämpfen." (Heinrich Heine)
@Udsch: du hast ja auch keine Ahnung.
shairaptor 1 week ago
@shairaptor: ich
Udsch 1 week ago
Der Moderator wertet wirklich gleich jede Aussage...jämmerlich. Als guter Moderator wertet man Aussagen nicht, man vermittelt nur gleichmäßig zwischen allen Gesprächsbeteiligten.
2868Ursa 1 month ago
Das Beste was ich je über das BGE gesehen habe!
Ich hoffe es löst die Verkrustungen im Kopf so mancher Leute und bewegt viele Menschen zum Umdenken.
Irgendwann haben die alten Systeme ausgedient. Warum nicht mal etwas grundlegendes in der Gesellschaft verändern? Ich bin dafür.
Auf zu neuen Ufern... siehe auch #Occupy worldwide
AChillOut 4 months ago
es ist so lächerlich.
kankin84 5 months ago
liebe grüsse von wir-handeln net
sucramrenrew 7 months ago
"Einkommen schafft Arbeitsplätze."
tedcathigh 1 year ago
Heinrich Heine
Wir ergreifen keine Idee, sonder die Idee ergreift uns
und knechtet uns in die Arena hinein, das wir
wie gezwungene Gladiatoren für sie kämpfen.
Gutes Schlusswort, Herr Panzer
Bitte lassen Sie sich auch mal wieder
von einer ( guten ) Idee ergreifen ;-))
moomatre 1 year ago
Der Panzer nervt mit seinem "Ja, aber..." und Wortabschneidungen, meine Güte, lass die Leute doch mal ausreden!
shairaptor 1 year ago
11:00: Mal wieder Werners seltsames Mensch Tier Bild. Wer sagt dass Tiere nicht auch nach höher schneller weiter streben :)
shairaptor 1 year ago