Hier steht nun eines der beliebtesten Gedichte der Deutschen, ausgewählt in einer großen Umfrage des WDR im Jahre 2000 -- den Machern sei hier mein herzlichster Dank dargeboten -- unter Beteiligung von 3000 Hörern des WDR.
Dieses Gedicht erstelle ich hier rezitiert von zwei verschiedenen Sprechern, beides hervorragende Sprachkünstler, einfach um festzustellen ,wie die stimmliche Interpretation das Gedicht verändert.
Es geht mir hierbei nicht um persönliche Vorlieben, sondern eher um die Wirkung der Stimme, deren Wirkung und unsere daraus sich ergebende Empfindungen.
Gestützt wird das Empfinden durch die eingefügten Bilder, somit ergibt sich eine völlig andere Möglichkeit der persönlichen Interpretation.
Rezitation: Katharina Thalbach
Rezitation: Dieter Mann (2001)
http://de.youtube.com/watch?v=V-A4GDXxpng
Rezitation von Gert Westphal: http://de.youtube.com/watch?v=cWbtsFCPSH4
Text:
Es war, als hätt' der Himmel
Die Erde still geküsst,
Dass sie im Blütenschimmer
Von ihm nun träumen müsst.
Die Luft ging durch die Felder,
Die Ähren wogten sacht,
Es rauschten leis' die Wälder,
So sternklar war die Nacht.
Und meine Seele spannte
Weit ihre Flügel aus,
Flog durch die stillen Lande,
Als flöge sie nach Haus.
Bilder:
(in der Reihenfolge ihres Erscheinens im Video)
Friedrich, Caspar David - Hafen im Mondschein
Menzel, Adolph von - Anhalter Bahnhof im Mondenschein
Millet, Jean Francoise - Schafherde im Mondlicht
Palmer, Samuel - Kornfeld im Mondlicht
Parris, Edmund Thomas - Besuch im Mondenschein
Parrish, Maxfield -- Mondnacht
Ich liebe dieses Gedicht...ganz besonders die letzte Strophe.
Die Stimme aber stört mich, da sie nach Gollum klingt.
AnwarNieninqe 1 year ago
@AnwarNieninqe
ich finde die Thalbach macht das sehr gut. Für mich klingt das wie Nacht, klingt wie fliegende Vögel, klingt etwas unheimlich.
wortlover 1 year ago