Jupp Heynckes ist eine der größten Überraschungen er laufenden Bundesligasaison. Der 64 Jahre alte Trainer führte nach seinem Comeback im Trainergeschäft Bayer Leverkusen zur Herbstmeisterschaft.
Der neue Trainer Jupp Heynckes scheint bei Bayer Leverkusen die Balance zwischen begeisternder Offensive und starker Abwehr gefunden zu haben. Denn die Bayer-Elf, die nach zwölf Spieltagen als einziges Team der Bundesliga noch ungeschlagen ist, stellt neben dem starken Angriff auch die aktuell beste Defensive der Bundesliga. Vor allem Stürmer Stefan Kießling blüht unter dem routinierten neuen Coach auf, führt mit acht Toren aus zwölf Partien die Torjägerliste an. Auch bei Standardsituationen sind die Leverkusener so erfolgreich, wie kein anderes Bundesligateam. Dabei fällt aktuell wenig ins Gewicht, dass Patrick Helmes, in der letzten Saison mit 21 Toren der Leverkusener Top-Angreifer, seit dem Sommer mit einem Kreuzbandriss ausfällt.
Auch das zum Saisonende bis vom FC Bayern München ausgeliehene Mittelfeld-Talent Toni Kroos erweist sich mehr und mehr als echter Volltreffer. Der 19-Jährige soll unbedingt auch über die Saison hinaus in Leverkusen bleiben. In der Abwehr sorgt vor allem der finnische Neuzugang Sami Hyypiä, der im Somer vom FC Liverpool nach Leverkusen kam, für neue Sicherheit. Überhaupt haben die Verantwortlichen des Vereins um Sportdirektor Rudi Völler bei den größtenteils jungen Neuzugängen ein glückliches Händchen gehabt. Denn auch Verteidiger Daniel Schwaab (vom FC Freiburg) und Angreifer Eren Derdiyok (FC Basel) sind aus der Startelf des Teams um den deutschen Nationaltorhüter René Adler nicht mehr wegzudenken. Trotz der aktuellen Tabellenführung lautet in Leverkusen das Saisonziel weiterhin „internationaler Startplatz. Vom ersten Meistertitel der Vereinsgeschichte spricht bei Bayer aber dennoch niemand. Schließlich hat man die letzten Jahre noch in schlechter Erinnerung.
Denn schon in der Vergangenheit schnupperte die Werkself schon mehrere Male am Titel, führte ebenfalls phasenweise die Tabelle an. Doch regelmäßig wurden die Leverkusener im weiteren Saisonverlauf von einer Schwächephase eingeholt. In der Saison 2007/2008 behauptete sich das Team um Trainer Michael Skibbe bis zur Mitte der Rückrunde im Kampf um die Champions-League-Plätze. Doch nach sechs Niederlagen aus den abschließenden neun Partien beendete Leverkusen die Saison auf Rang sieben. Auch in der vergangenen Spielzeit war man mit Trainer Bruno Labbadia als Fünfter zur Winterpause auf Kurs „Europa League. In der Rückrunde kamen jedoch nur noch vier Siege hinzu, am Ende stand Platz neun. Nach dem verlorenen DFB-Pokalfinale gegen den SV Werder Bremen verpasste der DFB-Pokalsieger von 1993 erneut das internationale Geschäft. Im Sommer wechselte Trainer Bruno Labbadia zum Hamburger SV. Jupp Heynckes, der in der letzten Spielzeit noch den FC Bayern München zur Vize-Meisterschaft führte, kam und erwies sich schnell als Glücksgriff.
Gratulation zum 1000sten Spiel als Trainer!
Werkskultur 2 years ago