ZEIT Forum | „Widerstand gegen Neonazis: Was ist legitim?"

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Uploaded by on Feb 11, 2011

Die größte Theaterbühne der Stadt ist in dieser Woche Schauplatz einer Debatte zum Geschehen am 13. und 19 Februar gewesen. Die Wochenzeitung DIE Zeit hat den Jahrestag der Bombardierung Dresdens zum Titelthema ihrer jüngsten Ausgabe gemacht und zu einem Forum unter dem Titel „Widerstand gegen Neonazis: Was ist legitim?" eingeladen. Hintergrund ist die aktuelle Diskussion um die Legitimität von Blockadeaktionen gegen Neonazis. Das Thema lockte rund 500 Dresdner ins Schauspielhaus.

O-Ton: Prof. Ingo Zimmermann, ehem. Präsident der Sächsischen Akademie der Künste

O-Ton: Judith Förster, Sprecherin Bündnis Dresden Nazifrei

O-Ton: Jürgen Clauß

Deswegen waren einige gekommen. Das prominent und gleichsam gemischt besetzte Podium mit dem Schriftsteller Ingo Schulze, dem ehemaligen Innenminister Gerhardt Baum, Dresdens Ordnungsbürgermeister Detlev Sittel und Christian Demuth vom Verein Bürger Courage e.V versprach unterschiedlich Perspektiven auf die Frage des Abends, die der Zeit-Journalist Toralf Staud in den Kontext der Dresdner Ereignisse stellte:

O-Ton: Toralf Staud, Journalist DIE ZEIT

O-Ton: Gerhart Baum, (FDP), ehemaliger Bundesinnenminister

Eine prägnante Aussage, die aber die Frage, was ist legitim gegen Neonazis? noch nicht beantwortete. Der in Dresden geborene Schriftsteller Ingo Schulze wollte der juristische Betrachtung nicht den Vorrang einräumen.

O-Ton: Ingo Schulze, Schriftsteller

Auch wenn sich diese Vorgänge kaum vergleichen lassen, wusste Ingo Schulze aus dem eigenen Erleben und der Teilnahme an den Blockaden in der Neustadt im vergangenen Jahr unmittelbar zu berichten. Für den Verein Bürger Courage formulierte Christian Demuth eine Verantwortungszuweisung an die Politik.

O-Ton: Christian Demuth, Bürger Courage e.V.

Die Frage nach der Legitimität des Widerstandes gegen die Nazis war damit immer noch nicht beantwortet. Für den Verein Bürger Courage und und offenkundig für viele Besucher im Schauspielhaus ist diese Frage für die erwarteten Ereignisse in Dresden aber bereits geklärt. Strittig und Anlass für eine brodelnde Empörung ist vielmehr die Bewertung durch die Justiz und manche Politiker:

O-Ton: Frage einer Teilnehmerin

Spätestens mit diesem Applaus stand dann wieder die Frage nach der richtigen und angemessenen Art des Umgangs mit dem Gedenktag im Raum und damit auch die Uneinigkeit. Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel wurde zur Zielscheibe derjenigen, die nicht nur selbst zu Grenzgängen in Sachsen Legitimität beim Widerstand bereit sind, sondeheern auch von der Verwaltung die Ausschöpfung aller Möglichkeiten erwarten. Der ebenfalls in Dresden geborene Gerhardt Baum formulierte über alle Meinungsverschiedenheiten hinweg den für ihn entscheidenden Aspekt.

O-Ton: Gerhart Baum, (FDP), ehemaliger Bundesinnenminister

Auf welche Weise die Teilnehmer an dem ZEIT Forum dies überwiegend vorhaben und aus welchen Gründen, war an diesem Abend recht einddeutig.




O-Ton: Judith Förster, Sprecherin Bündnis Dresden Nazifrei

O-Ton: André Hahn, Fraktionsvorsitzender DIE LINKE im Sächs. Landtag

O-Ton: Dr. Joachim Klose, Leiter Konrad-Adenauer-Stiftung Dresden

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