@heikophilo : Genau so erlebe ich es. Dabei ist auch in meiner Wahrnehmung in Bezug auf Freilerner auf unteren und mittleren Entscheidungsebenen sowohl in den Behörden wie bei den Richtern durchaus auch guter Wille am Werke, allerdings gepaart mit Unkenntnis/Vorurteilen und Gefangensein in der Mainstream-Matrix.
@DagmarNeubronner: Das macht Sinn. Ich sehe in meiner Arbeit tatsächlich keine abweichenden Gesellschaftsmodelle, sondern eben Vernachlässigung und aktive Kinderschädigung. Ein Problem sind auch die Richter. Sie sind oftmals nicht entwicklungspsychologisch informiert, daher zählt ruinierte Bindung nicht. Bei fehlendem Schulbesuch dagegen, der obendrein noch argumentativ vertreten wird, geht es um die Disziplinierung von Bürgern, die echte Gegner sein können. Das motiviert Richter.
Da scheint es eine Aufspaltung zu geben. Bei echter Gegahr wird oft nicht reagiert (Fall Kevin), aber Herausnahmen aus Familien erfolgen eher, wo abweichende Gesellschaftsmodelle gelebt werden. Auch Sorgerechtseinschränkungen gegen sehr geordnete Freilerner/Homeschooler-Familien werden oft sehr rasch ausgesprochen, während gleichzeitig bei Hunderten von z.B. Roma-Kindern der Schule fernbleiben und nichts geschieht, weil niemand Lust auf Konflikte mit gewaltbereiten Eltern hat.
Ich habe kein Problem mit der These, dass der Staat ein strukturelles Eigeninteresse an der Störung der Bindung zwischen Kind und Eltern hat. Aber als Mitarbeiter einer Gewaltberatungsstelle mache ich immer wieder die Erfahrung, dass das Jugendamt Kinder zu lange in unzumutbaren Verhältnissen belässt, weil die Sozialarbeiter nicht engagiert sind und weil von der Leitung Kostensenkung verordnet wird. Herausnahmen zu Unrecht sind absolute Ausnahmen, meiner Beobachtung nach.
@heikophilo : Genau so erlebe ich es. Dabei ist auch in meiner Wahrnehmung in Bezug auf Freilerner auf unteren und mittleren Entscheidungsebenen sowohl in den Behörden wie bei den Richtern durchaus auch guter Wille am Werke, allerdings gepaart mit Unkenntnis/Vorurteilen und Gefangensein in der Mainstream-Matrix.
DagmarNeubronner 8 months ago
@DagmarNeubronner: Das macht Sinn. Ich sehe in meiner Arbeit tatsächlich keine abweichenden Gesellschaftsmodelle, sondern eben Vernachlässigung und aktive Kinderschädigung. Ein Problem sind auch die Richter. Sie sind oftmals nicht entwicklungspsychologisch informiert, daher zählt ruinierte Bindung nicht. Bei fehlendem Schulbesuch dagegen, der obendrein noch argumentativ vertreten wird, geht es um die Disziplinierung von Bürgern, die echte Gegner sein können. Das motiviert Richter.
heikophilo 8 months ago
@heikophilo
Da scheint es eine Aufspaltung zu geben. Bei echter Gegahr wird oft nicht reagiert (Fall Kevin), aber Herausnahmen aus Familien erfolgen eher, wo abweichende Gesellschaftsmodelle gelebt werden. Auch Sorgerechtseinschränkungen gegen sehr geordnete Freilerner/Homeschooler-Familien werden oft sehr rasch ausgesprochen, während gleichzeitig bei Hunderten von z.B. Roma-Kindern der Schule fernbleiben und nichts geschieht, weil niemand Lust auf Konflikte mit gewaltbereiten Eltern hat.
DagmarNeubronner 8 months ago
Ich habe kein Problem mit der These, dass der Staat ein strukturelles Eigeninteresse an der Störung der Bindung zwischen Kind und Eltern hat. Aber als Mitarbeiter einer Gewaltberatungsstelle mache ich immer wieder die Erfahrung, dass das Jugendamt Kinder zu lange in unzumutbaren Verhältnissen belässt, weil die Sozialarbeiter nicht engagiert sind und weil von der Leitung Kostensenkung verordnet wird. Herausnahmen zu Unrecht sind absolute Ausnahmen, meiner Beobachtung nach.
heikophilo 8 months ago