ANNABERG IM LAMMERTAL (A) - Pfarrkirche St. Anna

Loading...

Sign in or sign up now!
Alert icon
Upgrade to the latest Flash Player for improved playback performance. Upgrade now or more info.
565 views
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Nov 1, 2011

Disposition: h' - cis'' - dis'' - fis''

Giesser: Hamm & Hartner/Grödig (2, 3, 4); Grassmayr (1)

Jahr: 1955 (2, 3, 4); 2007 (1)

Die Entstehung von Kirche und Pfarre "St. Anna im Berg" oder "St. Anna in der Zimmerau" ist nur vor dem Hintergrund der Salzburger Emigration zu verstehen. Das Emigrationspatent des Salzburger Fürsterzbischofs Leopold Anton von Firmian vom 31. Oktober 1731 - dem Reformationstag - ordnete die Ausweisung der nicht bekehrungswilligen evangelischen Bevölkerung aus dem Erzstift Salzburg an. Mit diesen Ereignissen ist die Errichtung einer Kirche in der eigentlich wenig bedeutenden Rotte "Im Berg" in der Mutterpfarre Abtenau verbunden. Die darauffolgenden seelsorglichen Bemühungen des Erzbischofs sahen die Errichtung von Missionszentren in den "gefährdeten Gebieten" Salzburgs vor. Den zur Mission berufenen Werfener Kapuzinern berichtete der Abtenauer Pfarrvikar P. Virgil Leuthner, dass die Annaberger schon seit der Reformation vom katholischen Glauben abgewichen wären, er selbst erst 1730 ein "Lutherisches Complot" aufgedeckt hätte und seitdem von den Annaberger Bauern immer wieder mit dem Tode bedroht worden wäre. Daraufhin stellten die Kapuziner den Antrag, in der Pfarre Abtenau ein Vikariat mit Kirche und Seelsorgestation errichten zu dürfen.

Der Abtenauer Pfleger, Baron Dücker, schlug die Errichtung eines Vikariats in Rußbach vor, da diese v. a. im Winter ins evangelische Gosau zur Kirche gehen müssten. Eine Kommission bestehend aus Dücker, den Kapuzinern und dem hochfürstlichen Bauverwalter Kleber befand jedoch im Jahre 1744 das Gut Hinterzimmerau im nachmaligen Annaberg als den geeignetsten Ort. Von einem Konsens war man aber nach wie vor weit entfernt: Im November 1746 wurde das Salzburger Konsistorium mit dieser Frage befasst. Erst personelle Veränderungen führten zu einer Einigung. So sah nun etwa der neue Abtenauer Pfarrvikar P. Johann B. Stainhauser der Errichtung eines Vikariats in Annaberg mit größtem Wohlwollen entgegen; eine Versöhnung mit dem Abtenauer Pfleger bahnte sich an. Eine neue Kommission erwählte eine Platz, der gänzlich von allen Hochwassergefahren geschützt war. Mit Dekret vom 12. Juni 1750 ordnete der Erzbischof den sofortigen Baubeginn an. Am 20. Juni 1750 wurden die Bauarbeiten mit 23 Mann begonnen und bereits am 18. August konnte der Grundstein gelegt werden. Auf untertänigste Bitte hin wurde, sicher in Anlehnung an das Patrozinium der St. Annakapelle in Abtenau, die Hl. Mutter Anna als Kirchenpatronin bestimmt. Bis Mai 1751 entstand der Rohbau. Im folgenden Jahr wurde die Innenausstattung vorgenommen, im August 1752 waren die Kirche vollständig verputzt und der Hochaltar aufgerichtet.

Am 10. Oktober 1752 besichtigte eine Kommission den fast vollendeten Bau - auch die leidige Kostenfrage stand auf der Agenda. Die bisherigen Ausgaben wurden ja auf Anordnung des Erzbischofs aus den "milden Orten" genommen. Das Kloster St. Peter sollte Annaberg nun voll inkorporiert erhalten und der Stiftung der "milden Orte" die Hälfte der Baukosten - 6.000 Gulden - zurückbezahlen. Ein Teil sollte mit Messstiftungen und der Übertragung von Messen von Mühlrain (Abtenau) nach Annaberg "erwirtschaftet" werden. Am 22. Dezember 1752 wurde die Kirche vom Halleiner Dechant geweiht. Abt Beda Seeauer erbat am 1. Juni 1757 die Errichtung einer St.-Anna-Bruderschaft, die mit Erlaubnis von Papst Benedikt XIV. 1758 auch errichtet wurde. Am 10. Oktober 1783 gab Erzbischof Hieronymus Colloredo die Erlaubnis zur Errichtung eines eigenen Friedhofs im Vikariat Annaberg. Er wurde mit der Kapelle südlich der Kirche angelegt, an jener Stelle, an der einst der Garten angelegt worden war.

1827 wurde die Kirche restauriert. Am 4. Jänner 1902 erbat sich schließlich die Gemeinde Annaberg die Erhebung des Vikariats zur Pfarre, was Abt Willibald Hauthaler gerne befürwortete. Am 15. August 1903 entsprach Fürsterzbischof Katschthaler dem Wunsch von Gemeinde und Bevölkerung. 1951 - 1955 wurde die Kirche erneut renoviert, eine neue Orgel und ein neues Geläute wurden angeschafft. 1968 wurden die Altarbilder sowie die Friedhofskapelle in Stand gesetzt sowie ebenfalls 1968/69 ein neuer Pfarrhof gegenüber der Kirche errichtet.

2007 wurde das Geläut erweitert und gleichzeitig die Anlage komplett erneuert.

(Quelle: Homepage des Pfarrverbandes Lammertal)

Ein Herzliches Dankeschön an P. Bernhard Röck OSB für die Ermöglichung der Aufnahme!

  • likes, 0 dislikes

Link to this comment:

Share to:

Uploader Comments (Orgelix)

  • Die beiden großen gefallen mir, die beiden kleinen eher weniger.

  • @armrein Ist Geschmacksache :^)

    Im Grossen und Ganzen gefallen mir die Glocken dieser Giesserei ganz gut :^)

  • Also mir gefällt das Geläute :-)

    Vor allem die Anlage macht einfach was her. Ein tolles Video ist das geworden !

  • @Glockenfampf Mir auch! Es ist sehr speziell und kein 08/15 Geläut :^)

see all

All Comments (4)

Sign In or Sign Up now to post a comment!
Loading...

Alert icon
0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more