von William Shakespeare
Regie, Bühne: Sebastian Kautz. Kostüme: Uschi Leinhäuser. Mit: Frank Auerbach, Svea M. Auerbach, Gunnar Haberland, Peter Lüchinger, Michael Meyer, Petra Janina Schultz.
Der reiche Timon gibt sein Geld in Athen mit vollen Händen aus: üppige Gastmähler und großzügige Geschenke. Zum größten Teil besteht seine Gästeschar allerdings aus Schmarotzern, doch Timon schlägt alle Warnungen vor dem Schwinden seines Reichtums und vor der Schlechtigkeit der Welt in den Wind. Als das Gerücht geht, Timon sei nicht mehr flüssig und er sich gezwungen sieht, ausstehende Rechnungen und Darlehen einzufordern, weisen ihn seine so genannten Freunde unter fadenscheinigen Vorwänden ab. Ernüchtert und voller Hass zieht sich Timon in die Wildnis zurück. Dabei stößt er auf einen Goldschatz. Er schenkt das Gold dem ebenfalls aus Athen vertriebenen Feldherrn Alkibiades mit dem Auftrag, Athen zu zerstören. Dann gräbt er für sich sein eigenes Grab und stirbt als Menschenhasser. Alkibiades aber söhnt sich mit den Athenern aus.
Shakespeares Drama ist ein zum verstörendes Spiegelbild unserer heutigen Welt. Die Inszenierung von Sebastian Kautz stellt mittels grotesk überhöhter Theaterbilder die Frage, die den Autor schon vor 400 Jahren umtrieb: Gibt es eine Alternative zur alles beherrschenden Gier nach Macht und Reichtum? Und wenn ja, welche?
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