Berlin Museumsinsel: Lustgarten, Altes Museum, Berliner Dom (August 2011)

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Uploaded by on Aug 20, 2011

Der Lustgarten ist eine gestaltete Grünanlage auf der Museumsinsel im Berliner Ortsteil Mitte des gleichnamigen Bezirkes, die ursprünglich zur Gesamtanlage des Berliner Stadtschlosses gehörte. Der Lustgarten wird nördlich durch das Alte Museum, östlich durch den Berliner Dom, westlich durch die Spree und südlich durch die Karl-Liebknecht-Straße begrenzt. Die südliche Begrenzung bildete ursprünglich der Nordflügel des Schlosses. Durch die Sprengung des Schlosses im Jahr 1950 liegt südlich der Karl-Liebknecht-Straße eine weite Freifläche. Erst durch den bevorstehenden Wiederaufbau des Berliner Schlosses als Humboldt-Forum wird der Lustgarten wieder zu einer geschlossenen Platzanlage werden.
Der nördliche Teil der aus einer Sandbank entstandenen Spreeinsel war ursprünglich ein relativ sumpfiges Gelände. Während auf dem südlichen Teil der Insel zwischen zwei Armen der Spree im 13. Jahrhundert die Stadt Cölln entstand und ab 1442 nördlich davon auf dem zentralen Teil eine mittelalterliche Burganlage von Kurfürst Friedrich II. errichtet wurde, ist über die Nutzung und das Aussehen des nördlichen Teils der Insel, auf dem der heutige Lustgarten liegt, zu dieser Zeit nichts bekannt. Erstmals erwähnt wird er 1471, man kann aber davon ausgehen, dass das Gelände auch schon vorher als Garten gedient hatt e. Unter Kurfürst Johann Georg wurde das Areal 1573 im Zuge des Schlossausbaus zu einem Nutz- und Küchengarten umgestaltet, verantwortlich dafür war sein Hofgärtner Desiderius Corbinianus. Aus der küchen notturft, den Bedürfnissen und Ansprüchen der Hofküche heraus gestaltete Corbinianus einen Teil des Gartens als Kräutergarten, auch Obstbäume wurden gepflanzt. Vermutlich dürfte ein Teil des Areals auch höfischen Festlichkeiten gedient haben.
In den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurde auch der Garten verwüstet und verwilderte. Erst 1645 ließ der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm den Garten wiederherstellen und durch den Militäringenieur Johann Mauritz und den Hofgärtner Michael Hanff nach dem Vorbild der niederländischen Gärten neu und künstlerisch ausgestalten. Das Gelände fiel von Südwest nach Nordost in Terrassen leicht ab und trägt seit 1646 den Namen Lustgarten.
Großen Einfluss auf die Gestaltung hatte vermutlich der Schlossbaumeister Johann Gregor Memhardt, der seine Vorstellungen 1652 in einem Plan für die Gestaltung Berlins, dem Memhardt-Plan, vorlegte. Darin sah er einen dreigeteilten Garten vor, der nur teilweise verwirklicht wurde. Neben dem eigentlichen Lustgarten, der ein Arboretum, Volieren, Hecken, Statuen, Skulpturen und Laubengänge sowie ein Lusthaus vorsah, entwarf Memhardt einen sich westlich anschließenden Wassergarten mit Springbrunnen, Fontäne und Wasserspielen sowie einen Küchengarten, der auch exotische Pflanzen und Gewürze beherbergen sollte.
Das Lusthaus erbaute Memhardt schon 1650 im niederländischen Stil, im Untergeschoss enthielt es eine künstliche Grotte. Auch für die 1649 aus Holland eingeführten und erstmals hier angepflanzten Kartoffeln wurde 1652 das Pomeranzenhaus errichtet, in dem neben Kartoffeln auch Tomaten als Zierpflanzen gezogen wurden. Durch einen Fehler im Heizsystem brannte das Gebäude 1655 ab, wurde 1656 neu aufgebaut und 1658 wieder abgerissen, um Platz für Befestigungsanlagen zu schaffen. Im Rahmen der Fortifikation wurde der Festungsgraben angelegt, der den Lustgarten zerschnitt und den Cöllner Stadtgraben mit der Spree verband. Der dort gelegene Teil des Gartens musste verlegt werden.
Der Botaniker und Hofmediziner Johann Sigismund Elsholtz wurde 1657 Gartenmeister und damit verantwortlich für die Gartenanlagen und entwickelte sie in den Folgejahren zum ersten botanischen Garten Berlins. Der der Öffentlichkeit frei zugängliche Garten war ein beliebter Treffpunkt der Berliner und der erste und älteste Gartenplatz der Stadt. Bis dahin hatte man in Berlin nur Markt-, Kirch- und Exerzierplätze gekannt, wie Bogdan Krieger schreibt.
Ab 1685 wurde die Anlage im Norden durch Johann Arnold Nering um ein in Halbkreis-Form gebautes sogenanntes „Orangerie-Haus" ergänzt. [...] (Wikipedia)

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  • One of my favorite landmarks in Berlin! Excellent, thanks for sharing, Wish I was there.

  • One of my favorite landmarks in Berlin! Excellent, thanks for sharing, Wish i was there.

  • super Video bei Topwetter, ich glaube ich bringe mal wieder 'nen Koffer nach Berlin..... emil250 mit seinen interessanten Berlinvideos macht Lust drauf ;-))

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