Prim. Univ.-Prof. Dr. Otto Ch. Burghuber
1. Interne Lungenabteilung, Sozialmedizinisches Zentrum Baumgartner Höhe
Otto-Wagner-Spital, Wien
Von 12.-16.September fand in Wien der Jahreskongress der European Respiratory Society (ERS) statt. Im Rahmen des Kongresses wurden neue Studien zur Therapie der COPD präsentiert, die in der September-Ausgabe des Lancet publiziert wurden.
Billrothhaus-News bat Herrn Univ.-Prof. Dr. Otto Ch. Burghuber, Chairman des Wiener ERS-Kongresses, um ein Statement zu diesen neuen Studien.
Die Studien zeigen, dass Roflumilast (zusätzlich zu Salmeterol oder Tiotropium) eine Verbesserung der Lungenfunktion bewirkt und die Häufigkeit der Exazerbationen vermindert. Behandelt man 5 Patienten mit Roflumilast wird 1 Exazerbation verhindert.
Trotzdem bleiben für Prof. Burghuber eine Reihe von Fragen in diesen Studien offen: * Es gibt keine direkten Vergleich zu den Bronchospasmolytika * Inhalative Corticosteroide wurden nicht erlaubt * Es wurde nicht gezeigt, ob die Substanz einen Einfluss auf die Mortalität oder den natürlichen Verlauf der Krankheit hat
Weiters sind auch Nebenwirkungen der Substanz zu beachten (gastrointestinal, Kopfschmerzen) und ein noch nicht geklärter Gewichtsverlust von 2 Kilo/Jahr.
Doch, es gibt ganz viele! Das Medi muss jeder für sich entscheide. Mir sinds zu viele Nebenwirkungen.
kamadro 1 year ago
Mir scheints in Deutschland gibts keine COPD`ler
KaSaMe54 1 year ago