Bernhard P. Eder - "Rückblick, Einsicht, Ausblick" for Baritone Solo & Chamber Ensemble (2007)

Loading...

Sign in or sign up now!
Alert icon
Upgrade to the latest Flash Player for improved playback performance. Upgrade now or more info.
1,020
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Sep 9, 2010

"Rückblick, Einsicht, Ausblick" ("Retrospect, Insight, Prospect")
for Baritone Solo & Chamber Ensemble, after a poem by Robert Gernhardt
(2007) - composed by Bernhard Philipp Eder (*1984)
http://www.youtube.com/user/bpewien

Lyrics by Robert Gernhardt (1937-2006) - copyright to their respective owners!

performed by:
Baritone Solo - Valmar Saar
ENSEMBLE LUX
Violin I - Bojidara Kouzmanova
Violin II - Thomas Wally
Viola - Julia Purgina
Violoncello I - Mara Kronick
Violonecello II - Elisaveta Sharakhovskaya
Doublebass - Nikola Meyer
Piano - Ivan Buffa
conducted by Jaime Wolfson

The world premiere of this piece occured on October 6th, 2007 at the IGNM Festival in the Wiener Konzerthaus. The 2nd performance was at the University of music & performing arts Vienna on October 23rd, 2007.

LYRICS (german) *rough english translation in the annotations of the video*
http://www.welt.de/print-welt/article232222/Rueckblick_Einsicht_Ausblick.html

*english description coming soon*

Ich schrieb "Rückblick, Einsicht, Ausblick" innerhalb von 2 Wochen im Sommer 2007 für die Aufführungsreihe "Komponistenmarathon II" des Vereins Platypus (http://www.platypus.or.at) im Rahmen des IGNM Festivals im neuen Saal des Wiener Konzerthaus.

Nach mehreren Werken mit kleinerer Besetzungen hatte ich schon lange den Wunsch, einen größeren, jedoch sehr transparent ausgelegten Klangkörper mit Gesang zu verbinden.
Bei dieser Gelegenheit verwendete ich hier zum ersten Mal konkretere Formen der Aleatorik, wobei ich mich vor allem an dem von Witold Lutoslawski entwickelten Verfahren des "aleatorischen Kontrapunkts" orientierte. Die von diesem Komponisten angestrebte Balance zwischen rhythmisch-freien, dennoch komplexen Strukturen und pulsierenden Abschnitten mit "traditioneller" Metrik war (und ist) für mich vorbildhaft.

Das Streichsextett, besetzt mit 2 Violinen, 1 Viola, 2 Celli & 1 Kontrabass, bildet mit dem Klavier eine eigene Einheit, welche dem Bariton anfänglich gegenübersteht; im Verlauf des Stückes vereinen sich diese Elemente immer mehr zu einem Ganzen.

Der Text von Robert Gernhardt stammt aus der Zeit, als dieser bereits an Krebs litt und in Behandlung war. Entgegen seiner sonst eher satirisch oder schwarzhumorigen Art seiner Texte ist dieses Gedicht in traditioneller Prosa-Form rund um ein ernstes Thema angelegt: der Beschäftigung mit dem Sterben.
Der Protagonist des Gedichtes, also Gernhardt selbst, schöpft aus seinen Erinnerungen die verschiedensten Eindrücke, wobei er auch immer wieder in einer Art Dialog mit sich selbst tritt.

Ich wollte einen musikalisch erkennbaren roten Faden gleichsam im Werk integrieren, gleich dem wie auch einer im Text (da eigentlich in Strophenform) vertreten ist.
Dieser ist unter anderem durch ein relativ simples, aber gerade dadurch in vielen Facetten darstell-, erweiter- und wandelbares Motiv eingebettet, welches zu Beginn in einem ruhigen instrumentalen Prolog nur angedeutet und nach der ersten Vocalise des Baritons zum Hauptteil führend durch ein ruhiges, andächtiges Streicherfugato entwickelt wird.
Der Protagonist beschreibt verschiedene Szenen des Abends:
Eindrücke eines Sonnenuntergangs, wie die Abendsonne die Silhouetten der Landschaft wiedergeben und formen, wie er versucht, diese auf eine Leinwand zu übertragen, Verzweiflung bei der Erkenntnis, dass diese Versuche zum Scheitern verurteilt sind...

Bei dieser Komposition war es mir wichtig, neben dem Experimentieren mit (für mich damals) neuen Ausdrucksmitteln auch den philosophischen Aspekt des Textes, unter Berücksichtigung der Gesanglichkeit, in die Musik miteinfließen zu lassen.
Nichtsdestotrotz ist der Part des Baritons in erster Linie ein anspruchsvoll lyrischer, wenn auch schon mit einigen Schritten in Richtung eines Rezitators hinbewegende Rolle.
Die Auseinandersetzung mit dem Reflektieren unseres Lebens und dem Tod ist ein alltägliches Thema, das uns unabhängig vom Alter immer wieder beschäftigt....

  • likes, 1 dislikes

Link to this comment:

Share to:
see all

All Comments (0)

Sign In or Sign Up now to post a comment!
Loading...

Alert icon
0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more