SCHILLER - ... weil es die Schönheit ist, durch welche man zur Freiheit wandert!

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Uploaded by on Sep 5, 2011

Eine Männerschauspieltruppe will Schiller spielen. Frei nach dessen Credo "Die Natur ist das, was wir wieder werden sollen" verlassen die Spieler an einem Sommerabend die Enge des Theaters und suchen sich eine neue Spielstätte unter freiem Himmel.
Jetzt wird Schiller gespielt: Sein Leben, seine Gedichte, Briefe, Theaterstücke.
Jetzt wird sich durch Schiller gespielt: Um mithilfe der fremden Geschichten zur eigenen zu gelangen.
Schiller schrieb: "Nur in der Wahrheit findet man das Schöne". Aber je tiefer die Truppe ins Schiller-Spiel gerät, desto mehr Wahrheiten tauchen auf. Sie findet Widersprüchlichkeiten und Gegensätze in der Person und im Werk Schillers, stößt beim Ausloten von Begriffen wie Liebe und Freiheit an ihre Grenzen, denkt um, gerät in Sackgassen, probiert, kooperiert, fragt sich: Was wollen wir spielen? Was ist unser Theater? Wo wollen wir damit hin?
SCHILLER ...weil es die Schönheit ist, durch welche man zur Freiheit wandert! ist weder ein Best-Off der schönsten Schillertexte, noch will es das Leben Friedrich Schillers nacherzählen. Denn Schiller schrieb: "Wer sich nicht über die Wirklichkeit hinauswagt, der wird nie Wahrheit erobern." Und so ist SCHILLER ...weil es die Schönheit ist, durch welche man zur Freiheit wandert! ein Biographie-Spiel im besten Wortsinn: Die Beschäftigung mit Schillers Stoffen, ein Abgleichen seiner Begriffe von Liebe, Freiheit, Leidenschaft mit den eigenen und mit denen der anderen. Um am Ende des Abends über die fremden Geschichten hinauszuwachsen. Und so die eigene Geschichte zu erzählen, weiterzuerzählen - nach vorne.
SCHILLER ...weil es die Schönheit ist, durch welche man zur Freiheit wandert! hat nicht zuletzt auch mit dem Lindenhof zu tun. Zum 30-jährigen Jubiläum findet eine Heimkunft statt: Auf der Tübinger Neckarinsel wird der Platz um das Silcherdenkmal zum Schillerplatz, das Rund zum Pantheon. Und so gelangt an einem lauen Sommerabend die Lindenhofmagie dorthin, wo sie hingehört - unter die Menschen.
Es spielen: Frederik Berberich , Berthold Biesinger, Siegfried Bühr, Friedrich Ellsässer, Oliver Moumouris, Felix Ott, Franz Xaver Ott, Gerd Plankenhorn, Luca Zahn
Musiker: Benny Glass, Joscha Glass, Jean Pierre Barraqué
Regie: Philipp Becker
Musikal. Leitung: GlassBrüder
Bühne: Beni Küng
Kostüme: Ilona Lenk
Masken: Jule Klink
Fassung: Becker / Steinbuch
Regieassistenz: Heidrun Tassinger
Premiere: 6. Juli 2011 um 20 Uhr
Spielort: Silcherdenkmal Neckarinsel Tübingen

Category:

Entertainment

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All Comments (1)

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  • haha Oli mal wieder als König

    irgendwie ne totale Spinnerei, vor allem der Anfang, aber irgendwie auch genial. Das ist der Stil für den wir bei den Schutzsuchenden euch stirnrunzelnd bewundert haben. Freut mich das das Lindenhof seitdem nicht kommerz geworden sondern "künstlerisch" geblieben ist.

    Sehr geile Sache, Grüße aus Mössingen

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