Napoleon und die Deutschen
Ausgerechnet ein fremder Kaiser, nämlich der französische Kaiser Napoleon I., katapultierte die Deutschen durch Eroberungen und Reformen in ihr nationales Zeitalter. Kein anderer zuvor hatte mehr dazu beigetragen, dass die Deutschen zueinander fanden - auch wenn dies nur geschah, um den verhassten Korsen wieder los zu werden. Der Eroberer veränderte die Landkarte, erzwang die Abdankung des Habsburgers Franz II. als römisch-deutscher Kaiser und gab dem alten Reich den Todesstoß. Er schaffte sich 1806 mit dem sogenannten Rheinbund ein deutsches Protektorat - unter Ausschluss Preußens und Österreichs. In den deutschen Staaten fanden grundlegende Reformen statt, doch Männer wie Freiherr vom Stein, einer der prominentesten "preußischen Reformer" und der Antagonist Napoleons auf deutschem Boden, wollten durch mehr Freiheit und Mitbestimmung Kräfte wecken, aus Untertanen patriotische Bürger machen, aus Berufssoldaten eine Volksarmee, die Bonaparte die Stirn bieten sollte. Als Napoleon im Juni 1812 mit 600.000 Soldaten in Russland einmarschierte, waren mehr als ein Drittel seiner Truppen Deutsche: Der Drang zur Weltmacht führte in die militärische Katastrophe. Mit Napoleons letzter Schlacht 1815 in Waterloo war sein Schicksal besiegelt. Auf dem Wiener Kongress wurde über die Zukunft Deutschlands und Europas entschieden. Träumten manche deutschen Bürger seit den Befreiungskriegen von der nationalen Einheit, kam es nun immerhin zu einem lockeren Zusammenschluss von 35 sou
passt super zum geschichts-sternchenthema :) ♥
XOXOB91 1 year ago
@XOXOB91
Danke für deinen Koment!
KISBLN2012 1 year ago