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11.09.2011 - Heidelberg-Pfaffengrund - Schwelbrand stoppt ICE - Zug evakuiert

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Uploaded by on Sep 12, 2011

Schwelbrand stoppt ICE - Blitzschlag beschädigte Oberleitung - Zugführer stoppt ICE - Zug evakuiert, 350 Fahrgäste per Schienenersatzverkehr weiter befördert

Am späten Sonntagabend stellte der Zugführer eines ICE auf der Fahrt von Hamburg Richtung Stuttgart Brandgeruch fest. Vorsorglich stoppte er den mit 350 Fahrgästen besetzten ICE am Bahnhof Heidelberg-Pfaffengrund. Die Waggons wurden evakuiert, die Fahrgäste mit Schienenersatzverkehr weiter befördert. Nach ersten Erkenntnissen könnte ein durch das Unwetter beschädigter Stromabnehmer den Schwelbrand ausgelöst haben. Einsatzkräfte der Berufsfeuerwehr brachten den Brand schnell unter Kontrolle, verletzt wurde nach bisherigen Informationen niemand. Der ICE konnte seine Fahrt nicht fortsetzen. Die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache dauern noch an. Nach neusten Informationen wurde durch einen Schaden an der Oberleitung der Brand eines ICE-Triebkopfes auf der Bahnstrecke Heidelberg-Mannheim ausgelöst. Der Grund für den Oberleitungsschaden ist derzeit noch nicht bekannt.

Pressemitteilung der Bundespolizei vom 12.9.11 Stand: 11:55 Uhr

HIER ICE musste nach Rauchentwicklung bei Heidelberg evakuiert werden
BEZUG
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Der ICE 773 war auf dem Weg von Hamburg nach Stuttgart, als der Lokführer im Bereich Heidelberg-Pfaffengrund in Höhe der Autobahnbrücke der BAB 5 einen hellen Lichtbogen wahrnahm. Kurz darauf bemerkte er im Triebkopf Rauch und er leitete eine Schnellbremsung ein.

Nach dem der Zug im Haltepunkt Wieblingen/ Pfaffengrund zum Stehen kam, wurden die Fahrgäste durch das Zugbegleitpersonal zum Verlassen des Zuges aufgefordert. Durch die Berufsfeuerwehr Heidelberg wurde der Triebkopf gelüftet. Es stellte sich heraus, dass der Rauch am Stromabnehmer und nicht wie ursprünglich angenommen im Inneren des Zuges seine Ursache hatte. Der Stromabnehmer wies zudem starke Beschädigungen auf.

Die ca. 300 Reisenden wurden durch die Deutsche Bahn mit Bussen nach Heidelberg gebracht, von wo sie ihre Reise mit einem Ersatzzug fortsetzten. Es bestand zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr für die Passagiere des Zuges.

Ein entgegenkommender Regionalzug aus Stuttgart wurde ebenfalls am stark am Stromabnehmer beschädigt und konnte seine Fahrt nicht fortsetzen. Mit Unterstützung der Kollegen der Landespolizei wurde der Bereich zwischen den beiden Zügen durch Beamte der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe abgesucht.

Noch im Laufe der Nacht wurde eine schadhafte Stelle an der Oberleitung entdeckt, welche mit hoher Wahrscheinlichkeit ursächlich für die Schäden an beiden Zügen ist. Die Untersuchungen der Bundespolizeiinspektion Karlsruhe ergaben, dass die Oberleitung während des Unwetters am frühen Abend durch einen Blitzschlag derart beschädigt wurde, so dass die Stromabnehmer der beiden Züge in einem Haltedraht hängenblieben. Personen kamen bei dem Zwischenfall nicht zu Schaden.

Quelle: Bundespolizei

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