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Fahrt auf den Schauinsland im Schwarzwald Sommer 1989

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Uploaded by on Apr 5, 2010

Der Schauinsland im Schwarzwald ist der Hausberg von Freiburg im Breisgau und ein beliebtes Ausflugsziel; früher hieß er wegen des Silberbergbaus „Erzkasten. Er liegt ca. 10 km südöstlich der Stadt.
Die Schauinslandbahn ist die längste Kabinen-Seilumlaufbahn Deutschlands. Sie führt von der Talstation in Horben bei Freiburg im Breisgau aus auf den Gipfel des Schauinsland. Dabei überwindet sie auf einer Länge von 3.600 Metern einen Höhenunterschied von 746 Metern. Die 37 schaffnerlosen Kabinen können bis zu 700 Menschen pro Stunde transportieren, pro Jahr sind es rund 240.000 Fahrgäste.Nach dreijähriger Bauzeit durch die Firma Ernst Heckel GmbH aus Saarbrücken wurde die Schauinslandbahn, als erste Personenseilbahn der Welt nach dem Umlaufprinzip, am 17. Juli 1930 in Betrieb genommen. Zehn Großraumkabinen (23 Personen bzw. 1.915 kg zulässiges Gesamtgewicht), in denen jeweils ein Schaffner mitfuhr, beförderten von nun an die Touristen nach Fahrplan auf den Berg.

Es waren damals acht Kabinen gleichzeitig auf der 3.600 Meter langen Strecke symmetrisch unterwegs. Es ist dabei ein Höhenunterschied von 746 m zurückzulegen.

Am 26. November 1932 überschattete ein tragisches Unglück den bislang reibungslosen Betriebsablauf der Bahn. Durch einen gravierenden Bedienungsfehler eines Schaffners wurde nur ein Zugseil an die Bahn gekuppelt. Dadurch geriet die Kabine über das herabgefallene Zugseil und wurde kurz vor der Talstation vom Tragseil gehebelt. Die Kabine stürzte 13 Meter in die Tiefe, wodurch drei Personen (darunter der Schaffner) ums Leben kamen. Nach umfangreichen Untersuchungen, durch welche die grundsätzliche Sicherheit der Bahn bestätigt wurde, konnte der Betrieb im Januar 1933 wieder aufgenommen werden. Seither wurde der Betrieb unfallfrei durchgeführt.

Während des Zweiten Weltkrieges versorgte man Ausweichlazarette auf dem Schauinsland mit der Bahn.

Im Jahre 1987 wurde der Betrieb nach 56 Jahren und ca 12 Mio. Fahrgästen vorübergehend eingestellt und man begann mit einem grundlegenden Umbau, bei dem die komplette Steuerungstechnik erneuert wurde und auch die Großraumkabinen entfernt wurden. Die Schauinslandbahn erhielt hierbei 37 neue, aber kleinere Kabinen (Kapazität: maximal elf Personen oder 825 kg), die nicht mehr von Schaffnern begleitet werden mussten. Der Umbau wurde am 6. Dezember 1988 abgeschlossen. Der gesamte Fahrbetrieb wurde teilautomatisiert. Dadurch und durch die höhere Anzahl der Kabinen kann eine größere Beföderungsleistung erzielt werden. Die Fahrten können nun nach Bedarf angeboten werden, wodurch auch die Wartezeiten erheblich reduziert wurden. Am Konstruktionsprinzip wurde nichts geändert, die Bahn ist nach wie vor die längste Seilbahn nach dem Umlaufprinzip Deutschlands.

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