Samuel Beckett
ENDSPIEL
Deutsch von Elmar Tophoven
Premiere: 23.10.2010
Regie: Axel Krauße
Bühne/Kostüm: Christina Wachendorff
Löwen
Herr und Knecht im Nirgendwo. Zwischen beiden regiert routinierter Hass. Hamm, der blinde Herr sitzt im selbstgebauten Rollstuhl und tyrannisiert Clov, den Diener, der gehen könnte, es aber nicht tut. In zwei Mülltonnen: Hamms Eltern. Draußen: Die Welt geht unter, soweit Clov sehen kann. Die Beruhigungsmittel sind ausgegangen. Es ist ihr Endspiel, ihre finale Unterhaltung. Das letzte Mal, dass sie sich etwas vormachen, bevor einer stirbt und den andern verlässt.
Samuel Beckett (* 13. April 1906 in Dublin; † 22. Dezember 1989 in Paris) gilt als einer der wichtigsten Schriftsteller des zwanzigsten Jahrhunderts und wurde 1969 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Neben WARTEN AUF GODOT gehört auch die Endzeitgroteske ENDSPIEL von 1957 zweifelsohne zu den bedeutendsten Texten dramatischer Literatur des letzten Jahrhunderts. Wie eine einzige Metapher beschreibt das Stück menschliche Archetypen und ihr Verhalten in der Krise. Voll absurder Komik und in scheinbarer Leichtigkeit werden Grundfragen der Existenz gestellt. Ein Drama, das sich nicht auf einen Punkt bringen lässt, sich jeder endgültigen Interpretation entzieht und dafür umso mehr verdeutlicht.
Link to this comment:
All Comments (0)