Der beste Freund des Menschen im Auto

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Uploaded by on Oct 18, 2011

Video via http://www.safetyfirst.tv

Hunde auf dem Beifahrersitz sehen lässig aus -- sind aber gefährlich. Schon bei einer Notbremsung im Stadtverkehr kann sich Ihr Hund das Genick brechen. Fliegt Ihnen der Vierbeiner ungesichert vom Rücksitz in den Rücken, kann es auch für Sie gefährlich werden.

Es sieht ja ganz witzig aus, wenn Dackel Moritz auf der Hutablage döst oder der Rhodesian Ridgeback Bruno seine Nase in den Fahrtwind hält und die Ohren aus dem Seitenfenster flattern lässt. Aber hier spielen Herrchen oder Frauchen mit dem Leben! Nicht nur mit dem des Vierbeiners, sondern auch mit dem eigenen!

Bei Crash-Tests im Allianz Zentrum für Technik mit unterschiedlich schweren Hunde-Dummys haben die Experten festgestellt, dass der Dackel auf der Hutablage schon bei einem Unfall im Stadtverkehr zum tödlichen Geschoss werden kann. Setzt sich der Hund bei einer Frontalkollision in Bewegung und
prallt gegen die vorderen Sitze, so müssen diese ein Vielfaches des Hundegewichtes aushalten. Bei Versuchen durchschlug ein größerer Hundedummy sogar den Vordersitz.

"Nach unseren Erfahrungen werden die Verzögerungskräfte, die bei einem Unfall auftreten können, meist unterschätzt", sagt Carsten Reinkemeyer, Leiter der Sicherheitsforschung im Allianz Zentrum für Technik.

Durch das plötzliche Stoppen bei einem frontalen Aufprall können im Stadtverkehr je nach der Geschwindigkeit Verzögerungen bis zu dem 17-fachen der Erdbeschleuningung und auf der Autobahn sogar bis zum 40-fachen auftreten. Um solch eine Gefahr für Mensch und Tier zu vermeiden, rät der Sicherheitsexperte deshalb dazu, den Hund nie ungesichert im Auto mitzunehmen; abgesehen davon, dass der Gesetzgeber eine solche Sicherung ohnehin fordert.

Die Versuche auf der Allianz-Crashbahn zeigten auch, dass viele der üblichen Systeme nicht genügend schützen. Die häufig als geklemmte Gitter oder verspannte Netze ausgeführten Schutzsysteme können zwar verhindern, dass Bello nach vorne klettert, sind aber als Rückhaltesystem
meist zu schwach und deshalb ungeeignet. Daher rät Carsten Reinkemeyer in einem Kombi den Hund immer im Kofferraum zu transportieren und diesen durch ein stabiles Gitter abzusichern. Noch besser schützt eine stabile Hunde-Transportbox.

Auch für Limousinen gibt es stabile Gitter im Fachhandel zu kaufen, die die enormen Verzögerungskräfte im Falle eines Unfalles aushalten. Für kleinere Hunde gibt es ein Anschnallgeschirr. Diese sind nicht immer optimal, erfüllen aber die gesetzlichen Anforderungen. Am besten, Sie lassen sich im Fachhandel beraten.

Material und weitere Informationen unter
http://www.safetyfirst.tv/videos/hunde-beim-autofahren

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