Aus dem Film 'The Nuclear Comback' von Justin Pemberton, Neuseeland 2007
Zusammenfassung: Der Schichtleiter Sergei Usachow des außer Betrieb gegangenen AKWs erklärt seine und die Anwesenheit seiner Kollegen damit, dass jedes AKW und besonders ihres, wegen seiner Besonderheiten, eine Menge verbrauchter Kernbrennstoffe angesammelt hat. Darum behalten sie diese im Auge, um sicherzustellen, dass sie unter bestimmten Bedingungen gehalten werden. Nun käme die Sicherheit an erster Stelle, aber 1986 hatte die Stromerzeugung höchsten Vorrang. So viel Energie, wie möglich. In der Sowjetunion wurde Befehlen vorgesetzter Autoritäten ohne Fragen Folge geleistet, sogar, wenn Vorschriften und Regeln verletzt wurden. Diese fanden statt. Zudem gab es Unzulänglichkeiten im Aufbau des Reaktors und dies führte zu diesem Ergebnis (des Größten Anzunehmenden Unfalls, in diesem Fall einer Kernschmelze mit nachfolgender Explosion). Europa wurde weitgehend mit nuklearem Fallout (Niederschlag) bedeckt. In dem Schutzbunker ist noch viel radioaktives Material enthalten. Wenn dieser zusammenbricht, kann weiteres Spaltmaterial freigesetzt werden.
Julia Marusich von der Abteilung für Internationale Zusammenarbeit erklärt am Modell den Hergang der Explosion, bei der der über 2.000 t schwere Deckel des Reaktors emporgeschleudert worden war.
Es findet eine Begehung vom Kontrollraum des Blocks 1 zum identischen Kontrollraum des Blocks 4 statt, der sich in dem 'Sarkophag' befindet. Die mit dem nicht professionellen Gerät gemessene Radioaktivität steigt ständig.
Zurzeit sind viele Leute mit Aktivitäten zur Stabilisierung beschäftigt. Eines der grundlegenden Risiken ist der Zustand der Bunkerstrukturen. Sie drohen immer noch, zusammenzubrechen. Monate zuvor war die Lage kritisch gewesen. Ein begrenzter Einsturz drohte. Diesem wurde durch zusätzliche Schweiß- und Betonierarbeiten begegnet. Die Leute arbeiteten nur minutenlang, in Mannschaften für 20 bis 30 Minuten und lösten sich fortwährend ab.
In manchen Räumen im Bunker darf man sich nur für Sekunden, bzw. Minuten aufhalten abhängig von der Strahlung dort. Die Leute, die im Inneren arbeiten, gehen ein großes Risiko und eine große Gefährdung ein. Das sollten sie genau verstehen.
„Selbstverständlich würde ich sagen, dass hier alles gut und sicher ist. Ja, frühere Mitarbeiter sterben in ziemlich jungem Alter, aber wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit? Dafür gibt es keine Angaben. Weil nicht immer jemandes Tod mit dem Unfall von Tschernobyl in Verbindung gebracht wird. Er starb beispielsweise an Krebs, aber, um dies in Verbindung zu bringen, vielleicht arbeitete er hier vor einiger Zeit, ging dann weg und starb. Um das zu verbinden, muss man beweisen, dass dies davon kam.
Heute ist Tschernobyl von einer Sperrzone von 30 km Radius umgeben. Niemand darf darin leben.
Karte der Schwerpunkte der radioaktiven Verseuchung, abgestuft nach der Cäsium 137-Aktivität. Quelle ist die CIA (Central Intelligence Agency). Der Maßstab befindet sich im Kasten mit der Legende.
cool. gibts davon noch mehr?
SheFahdschi 1 year ago
@SheFahdschi Ja, siehe 'Tschernobyl Millionensarg' auf youtube.
matiwheke 1 year ago