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Berlin-Mitte: Choral "Macht hoch die Tür, die Tor macht weit"

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Uploaded by on Dec 6, 2009

1. Macht hoch die Tür, die Tor macht weit! Es kommt der HERR der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und Leben mit sich bringt; derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat!

2. Er ist gerecht, ein Helfer wert, Sanftmütigkeit ist sein Gefährt, sein Königskron ist Heiligkeit, sein Zepter ist Barmherzigkeit; all unsre Not zum End er bringt, derhalben jauchzt, mit Freuden singt: Gelobet sei mein Gott, mein Heiland groß von Tat!

3. O wohl dem Land, o wohl der Stadt, so diesen König bei sich hat! Wohl allen Herzen insgemein, da dieser König ziehet ein! Er ist die rechte Freudensonn, bringt mit sich lauter Freud und Wonn. Gelobet sei mein Gott, mein Tröster früh und spat!

4. Komm, o mein Heiland Jesu Christ, mein's Herzen Tür Dir offen ist; ach, zeuch mit deiner Gnade ein, dein Freundlichkeit auch uns erschein, dein Heilger Geist uns führ und leit, den Weg zur ewgen Seligkeit. Dem Namen Dein, o Herr, sei ewig Preis und Ehr!

"Macht hoch die Tür, die Tor macht weit" ("Gör porten hög, gör dörren bred") ist ein in Ostpreußen entstandenes Kirchenlied aus dem 17. Jahrhundert. Es gehört sowohl in der evangelischen Kirche (Evangelisches Gesangbuch Nr. 1) als auch in der römisch-katholischen Kirche (Gotteslob Nr. 107) zu den bekanntesten und beliebtesten Adventsliedern, das auch in andere Sprachen übersetzt wurde. Der Text stammt von Georg Weissel (15901635), und wurde 1632 anlässlich der Einweihung der Altrossgärtner Kirche in Königsberg verfasst.

Sechster Dezember, Nikolaustag: ein kleiner Festtag für Kinder und Erwachsene. Doch die wenigsten Menschen wissen noch, woher die Ursprünge dieses Tages kommen aus der Türkei, aus dem Ort Myra (heute: Demre). Von dort stammt der echte Nikolaus, Bischof Nikolaus von Myra. Mit einer Andacht vor der mittelalterlichen Nikolaikirche in Berlin-Mitte und einem in Kirchspiel-Tradition gehaltenen Gespräch zwischen Berlins Generalsuperintendenten Ralf Meister und dem Nikolaus wurde am 6.12.2009 an diese prägende Heiligenfigur erinnert.

„Unser Anliegen ist es, direkt an die geschichtlichen Quellen zu gehen, so Ralf Meister, „bewusst haben wir uns dafür entschieden, vor einer der traditionsreichsten Kirchen der Stadt Berlin eine Andacht zu halten. Wir wollen diesen Ort geistlich prägen. Die Nikolaikirche ist nicht mehr im Besitz der Kirche und wird seit den 80er Jahren von der Stadt als Museum und Veranstaltungsort genutzt. Die Nikolaikirche ist die älteste Kirche Berlins. Sie befindet sich in Berlin-Mitte im Nikolaiviertel zwischen Spandauer Straße, Rathausstraße, Spree und Mühlendamm.

Bertold Höcker, Superintendent des Kirchenkreises Berlin Stadtmitte, hat für diese Andacht die Rolle des Bischof Nikolaus übernommen. Gekleidet in traditionsreiche liturgische Gewänder erinnerte er so die Person und das Leben des Nikolaus von Myra.

Um die Brücke zur Gegenwart zu schlagen, fuhr eine Gruppe Motorradfahrer in Nikolausmänteln mit ihren Maschinen vor die Kirche. Für die Kinder gab es Schokoladennikoläuse, und die Gemeinde sang begleitet vom Posaunenchor Adventslieder. Ebenfalls dabei war tatkräftig der VCP Berlin-Brandenburg.

Die Andacht war eine Veranstaltung der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz.

Mitwirkende: Generalsuperintendent Ralf Meister, Superintendent Berthold Höcker, der Posaunenchor der Advent-Zachäusgemeinde unter Leitung von Hanna Pflug, Motorradfahrer der Initiative Christ und Motorrad, Pfadfinder des Verbandes Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder Land Berlin-Brandenburg. Herzlichen Dank allen Ehrenamtlichen für die Unterstützung. Besonders danken wir „Fino - Coffee und Chocolate" für den Strom, dem Bezirksamt Mitte für die Duldung der Andacht sowie Edmund Mangelsdorf von der Zwölf-Apostel-Gemeinde Schöneberg für die Logistik.

Presseschau:
"Berlin, 03.12.2009 (KAP) Am 6. Dezember wird in Berlin erstmals seit 1938 an der säkularisierten Berliner Nikolaikirche in der Mitte der deutschen Hauptstadt eine große Andacht gefeiert. Das kalendermäßige Zusammenfallen von Zweitem Adventsonntag und Nikolausfest bildet den Hintergrund."
Meldung hier: http://www.kathweb.at/content/site/nachrichten/database/29723.html

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  • Allein Gott in der Hoh sei Ehr!

  • :)

  • sehr schön!

  • Very nice.

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