Keiner wäscht weißer: Die Agenturen hinter der Wahlschlacht Es ist nicht mehr zu überhören und zu übersehen: Der Wahlkampf ist in der Intensivphase angekommen. Anzeigen der Parteien füllen die Zeitungen, Plakate und Dreiecksständer säumen die Straßen. Während FPÖ und BZÖ ihren Wahlkampf laut eigenen Angaben selbständig, ohne die Unterstützung von Agenturen führen, vertrauen SPÖ, ÖVP und die Grünen auf das Handwerk der Werbeprofis. Drei gänzlich verschiedene Agenturen führen für sie die Wahlschlacht im Hintergrund. Die SPÖ engagierte mit Demner, Merlicek und Bergmann die größte und eine der meistprämierten Agenturen des Landes. Sie zeichnete unter anderem vor der Volksabstimmung über den EU-Beitritt für die EU-Werbekampagne der damaligen Bundesregierung verantwortlich und betreut aktuell 56 Kunden in 16 Ländern: Gesamtvolumen 205 Millionen Euro. Die ÖVP dagegen setzt mit Gull + Company auf ein quasi One-Man-Unternehmen rund um Agenturinhaber Markus Gull. Dieser entwickelt die Kampagne mit einem winzigen Team aus Selbständigen und setzt auf ein dynamisches, flexibles Unternehmenskonzept. Die Grünen wiederum beauftragten wie schon beim letzten Nationalratswahlkampf die Agentur Super-Fi: Ein Team aus jungen, kreativen Leuten kümmert sich dort um die grüne Kampagne. Nur eines haben diese drei gänzlich unterschiedlichen Unternehmen gemeinsam: Sie wollen mit ihrer Kampagne die jeweilige Partei ins selbstgesteckte Wahlziel manövrieren. Sabine Zink mit einem Blick hinter die Kulissen des Wahlkampfbusiness.
Link to this comment:
All Comments (0)