Süd-Korea
Jun Taeil war ein damals 22jähriger Textilarbeiter, der sich 1970 aus Protest gegen die faktisch vorherrschenden Arbeitsbedingungen (die sogar gegen das geltende Arbeitsrecht der damaligen Militärdiktatur verstiessen) selbst verbrannte.
Selbsttötungen als Form des politischen Protestes haben seitdem eine Tradition in der Gewerkschaftskultur dieses Landes.
Der Freitod Jun Taeils gilt als Beginn der Geschichte der unabhängigen Arbeiterbewegung in Süd-Korea, aus der schließlich der kämpferische KCTU hervorging.
Dieser wurde erst 1999 legalisiert.
Was in Europa kaum bekannt ist: bis weit in die 80er Jahre hinein war Süd-Korea eine Militärdiktatur unter Kontrolle der USA.
Die Martyrer, die sich aus Protest gegen schlechte Arbeitsbedingungen und Ausbeutung selbst töteten, stehen in der kämpferischen Gewerkschaftsbewegung in hohem Ansehen.
Das Video zeigt Szenen einer Trauerzeremonie am 13.11.2011 auf dem Friedhof, wo zahlreiche dieser Martyrer bestattet sind.
Es nahmen Besucher aus Japan und Deutschland an der Zeremonie teil.
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