Statement des Filmemachers Stahlberg:
So. Jetzt ist alles getan. Ich sitze in der Küche und warte ab. Ich gucke aus dem Fenster in die Dunkelheit von Kreuzberg und gestehe: Ich bin sehr, sehr aufgeregt. Morgen geht „Bluewater los. Aus Friedrichshain, mit ein paar Laptops, einer Handvoll Eingeweihten, und fünf Telefonleitungen. Und alles was ich mich im Moment fragen kann, ist: Ob so etwas klappt? Sie, die Sie diese Zeilen lesen, wissen mehr als ich. Sie werden vielleicht angerufen worden sein , stelle ich mir vor, von aufgeregten Freunden. Oder waren Online. Oder guckten NTV? Mann, ich würde es zu gerne wissen... Sind die Medien auf die kleine Stadt in Kalifornien reingefallen?
Sie wissen es schon, ich nicht. Ich hoffe es noch. Wenn Sie das hier lesen, dann heißt das wohl, dass es funktioniert hat. Wenn Sie viele sind, oder sehr viele, dann hat es wohl sogar sehr gut geklappt.
Das werde ich heute Abend nicht mehr rausbekommen. Deswegen möchte ich mir kurz die Zeit nehmen, Ihnen zu erzählen, wie es dazu kam...
Vor 5 Monaten machten wir uns Gedanken, wie wir unsere schwarz-humorige Satire „Short Cut To Hollywood herausbringen können. Wir sind Marcus Mittermeier und ich, die diesen Film gemacht haben.
Wir überlegten ein ganzes Wochenende im Süden von Berlin, in einem kleinen Hotel. Wir gingen immer davon aus, dass das, was wir im Film erzählen, auch in der echten Realität so passieren könnte. Wenn die Geschichte im Film funktioniert, funktioniert sie dann nicht auch in der Realität? Wenn das, was der Film behauptet, stimmt, wird dann die Behauptung nicht durch die Realität selbst bestätigt?
Marcus und ich dachten: Schon. Wir guckten uns in die Augen und die Idee zu Bluewater war geboren...Während die „Baghdad Streetboys alles dafür tun, ein reelles Selbstmordattenat im Film hinzubekommen, wollten wir ein fiktionales Selbstmordattentat in die Realität bringen...
„VPK, der Sender, von dem Sie jetzt gehört haben werden, existiert nicht. Die „Berlin Boys mit ihrem Song „Hass hat es nie gegeben. Es gibt auch keine Stadt „Bluewater, und es gab auch nie einen Polizisten, Bürgermeister oder Feuerwehrmann, die dort am Telefon geantwortet haben. Es sind amerikanische Schauspieler mit komischen Mützen auf. Es gab keinen „Rainer Petersen bei diesem erfundenen Sender aus einer erfundenen Stadt nein, Rainer wird morgen aus Kreuzberg anrufen aber geben tut es ihn deswegen noch lange nicht. Nichts davon gibt es. Selbst im Impressum des Senders steht in schlechtem Englisch, dass dies alles nicht existiert.
Wird man sofort drauf kommen können, frage ich mich? Oder dauert es zehn Minuten oder gar eine, zwei oder drei Stunden? Ich weiß es nicht, heute Abend. Und drücke meine Zigarette aus. Sie wissen es mittlerweile.
„Short Cut To Hollywood ist eine schwarze Satire. Dieser Film kommt nun in die Kinos. Der Job der Medien, war es, uns zu entlarven. Unser Job ist der gleiche nur andersrum.
die is inzwischen off. auf bildblog gibts die links.
shuairan 2 years ago
kann mal jemand die internetseite von vpk posten, ich finde sie nicht mehr, ist die noch vorhanden?
91PHILIPP91 2 years ago
Well played ;)
kinkkong 2 years ago
Wer im Glashaus sitzt sollte beim Sch**ßen die Tür zumachen ... Deutsche Grammatik ist erlernbar!
Sepp74 2 years ago
oh man seit ihr trottel ...
freeriderfanpage 2 years ago
haha, love the idea
rucx 2 years ago
Der Stern schreibt : "Die Bluewater-Affare" - crazy shit!
mekonesse 2 years ago
es scheint
fast gelungen ...
fun and sun
pri and sac
prisac 2 years ago