heilende Worte.wmv

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Uploaded by on Dec 14, 2009

Streiche die Geradlinigkeit behutsam aus den Fragmenten meiner Herkunft, viel zu spät bin ich aufgebrochen. Die engen Hohlwege fremder Wahrnehmung, die mein Labyrinth satanisch zeichnen, haben mir in gleichgültiger Verachtung blutende Rinnsale in die Reinheit meiner Blöße eingeritzt. An der Oberfläche, den Ufern der Gedankenlosigkeit, kuriert den Schmerz Wegsehen, fängt man sich für Tiefe nur ein Unmaß an Verachtung ein. Ich sende Appelle in den Äther, schreie verzweifelt auf. Ja, längst ist der Zeitpunkt erreicht. Das Flehen aus meinem Innern trägt das Gesicht des Alters. Ich kenne die tiefen Falten, leichtfertig durchträume ich die Agonie der Bedeutungslosigkeit. Der alte Greis aus dem Fundus meines Schattenkabinetts stapelt hilflos die Argumente meines Daseins hoch. Ich sehe seine Hände zittern, wenig überzeugende Vorstellung. Der kalte, schneidende Winterwind vermischt sich erhaben mit den Boten meiner Ausweglosigkeit. Während die Pflanzen in meinem Schwalbennest sich resigniert in den warmen Schoß der Winterruhe verabschieden, formuliere ich mit klammen Händen Hilferufe. Ich verschwinde. Unfähig die Konsequenz aufzuhalten, mutiere ich zur Fata Morgana, Sinnestäuschung. Kraftlos falten sich die langen, weißen Federn schützend um den Rest des Ungemachs. Mein letzter Kokon der Wehrhaftigkeit. Die Heuschrecken aus meiner Vergangenheit fressen den Morgen kahl. Die krankhafte Inkarnation des Hasses unterwirft sich scheinbar nur einem einzigen Element, deutscher Gründlichkeit. Längst haben sie das Sattsein verlernt. Ich bin ihr unerbittlicher Gegner, fürwahr. Aber obwohl meine Situation jede Form von Verkommenheit bei der Wahl der Mittel rechtfertigen würde, ritze ich in meinen Colt lieber Kerben ertragender Niederlagen ein. Bei der Treibjagd Russisch Roulette schwellen meine Nervenstränge zu beachtlichen Gebilden heran. Aber ich kann den Ausweg nicht finden, ich schlage Haken, nutze die willkommene Deckung, kleide mich in Unauffälligkeit. Das Terrain schmilzt jedoch wie Schnee in der Frühlingssonne. Mein Notstand plündert parasitär an den Resten meiner Ausweglosigkeit. Beamtengleich horte ich Mosaiksteine, kultiviere die Unfertigkeit, türme maßlos Ecksteine meiner Potjomkinschen Dörfer auf, verzweifelte Existenzsicherung. Nichts will an Zukunft mehr haften. So sehr ich mich auch abmühe, die Gleichgültigkeit überdeckt meine Pläne mit feinem Reif. Habe ich hier wirklich nichts mehr verloren?

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Entertainment

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