Gentechnik & Roundup

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Uploaded by on Jul 9, 2011

Woche für Woche legen in deutschen Häfen Frachter aus Übersee an mit gentechnisch veränderter Soja an Bord. Was passiert damit? Im nieder-sächsischen Schweinemastbetrieb von Heinrich Dierkes zum Beispiel ist es dem Futter für 1.500 Schweine beigemischt. Soja enthält viel Eiweiß, so legen die Tiere schnell an Muskelmasse zu. Für den Schweinemäster ist das völlig normal: „Die Fütterung von gentechnisch veränderten Pflanzen ist Standard in der Welt: Ich denke, bei Schweinefutter etwa 95 Prozent und bei anderen Futterarten auf Sojabasis weit über 80 Prozent." Gensoja ist zwar nicht besser als herkömmliches Sojafutter, aber billiger, rechnet Heinrich Dierkes vor: „Aktuell ist zum Beispiel Soja ohne Gentechnik fünf Euro je Doppelzentner teurer. Das wären pro Schwein etwa 2,50 Euro. Wenn ich 20 Euro am Schwein verdiene, sind das über zehn Prozent."

Angebaut wird Gensoja vor allem in Nord- und Südamerika. In Argentinien beispielsweise wachsen die Anbauflächen dramatisch. Der Anbau ist scheinbar leicht: kein Pflügen mehr, nur Aussäen, Spritzen und Ernten. Der US-Konzern Monsanto entwickelte zu seinem Unkrautvernichter „Roundup" das passende Saatgut. „Roundup" enthält, wie auch andere Herbizide, den Wirkstoff Glyphosat. Glyphosat tötet das Unkraut ab, aber nicht die gen- technisch veränderte Pflanze.

Immer mehr Anbauflächen! Die Felder reichen häufig bis an die Siedlungen. Viele Anwohner beschweren sich inzwischen über den hohen Chemie-einsatz. Tatsächlich sind laut einer Studie die Gensojaflächen in Argentinien zwischen 1996 und 2003 um das 35-Fache gewachsen. Der Einsatz von Glyphosat aber im selben Zeitraum um das 56-Fache. Und bis heute wächst der Verbrauch von Glyphosat schneller als die Gensojafelder. Eine Erklärung: Das Unkraut reagiert immer unempfindlicher auf Glyphosat. Monsanto bestreitet das nicht.

Experten beobachten, dass nicht mehr nur Glyphosat gespritzt wird. So kritisiert der Agrarwissenschaftler Prof. Walter Pengue von der Universität Buenos Aires: „Der Landwirt muss zur Unkrautbekämpfung immer mehr Agrochemikalien einsetzen. Einer der zurzeit am häufigsten verwendeten Herbizidcocktails ist eine Mischung aus Glyphosat und 2,4 D, einem Herbizid, das weltweit seit den 1980er-Jahren nicht mehr landwirtschaftlich verwendet wurde, heute aber wieder eingesetzt wird."

Markt - 04.07.11

Siehe auch: http://www.youtube.com/watch?v=x6QVdAG6qps (popscenede)

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Science & Technology

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Uploader Comments (Phnius1)

  • Der Genindustrie ist es egal was die leute von ihrem Zeug halten. Irgendwie werden sie schon das Zeug den Leuten auf dem Tisch bringen.

    Es sind Kriminelle, die auch nicht fragen ob sie dich ausräubern dürfen.

  • @omrockwater Zu deinem Kommentar gibt es nichts mehr zu sagen. Ich kann dir nur zustimmen!!! Du hast recht es sind Verbrecher den alles egal ist.

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All Comments (6)

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  • Liebe Leute, das Gensoya und auch andere Kraftfuttermittel sind unnötig,wenn man das Heu künstlich trocknet. So wird Grünland sogar wirtschaftlicher als Ackerbau.

    Die Österreicher haben es rund um Salzburg vorgeführt.

    Man muss nur ein wenig Rechts und Links von den Empfehlungen der Landwirtschaftskammern stöbern.

    Pestizide benötigt man dann auch nicht mehr.

    Schaut mal unter Umweltbund und Grünland

    LG Manni

  • @MrSchmeckes Natürlich ist das ein Problem der Gentechnik du Mongo!

    Wenn du die Beschreibung gelesen oder den Beitrag gesehen und verstanden hättest, hättest du mitbekommen daß der Verbrauch von Glyphosat zwischen 1996 und 2003 um das 56-Fache angestiegen ist. Und das ist nur "dank" gentechnisch verändertem Saatgut möglich, weil konventionelles Saatgut das nicht überstehen würde.

    Und jetzt geh deinen Big Tasty fressen und verpiss dich aus meinem Internet!

  • ihr spastis! das ist doch kein problem der gentechnik! noch mehr gift wird sogar in der konventionellen landwirtschaft eingesetzt.

    echt widerlich, wie versucht wird so die gentechnik in verruf zu bringen

  • DEHP ist auch überall drinne!

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