Am 9. November 2009 wurde in Berlin der 20. Jahrestag des Mauerfalls gefeiert. Zum Fest gehörten 1000 Dominosteine, die auf der alten Mauerlinie aufgestellt wurden und als Höhepunkt der Feierlichkeiten umstürzten. Tausende von Menschen waren dabei, sie waren durch die Dominosteine ebenfalls in Ost und West getrennt. Eine Frau warf immer wieder kleine Dinge zu einem Pärchen auf der Ostseite, zum Schluss eine Banane. Beide Seiten hatten viel Spaß dabei - die Banane über die nachgestellte Mauer zu werfen, war ein wunderbares Symbol und voller Komik. Anschließend erzählte mir die Banane-werfende Frau noch, dass sie selbst am 10. November 1989 als Ordnerin dafür sorgte, dass es am Brandenburger Tor zu keinen Eskalationen kam. Sie gehörte zu den friedlichen Revolutionären und trug ein Band mit der Aufschrift "keine Gewalt" um den Körper. Das Fest zum 20. Jahrestag des Mauerfalls fand sie nicht so gelungen, sie war der Meinung, die Helden des Mauerfalls wurden ausgesperrt, während die Politprominenz ausgerechnet am Brandenburger Tor sich selbst feiert - umzäunt und unzugänglich für genau DAS VOLK, das die Wende herbeigeführt hat.
danke für die ausführliche kritische beschreibung! eine schöne persönliche aktion!
TomDeToys 2 years ago