Jesus von Texas

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Uploaded by on May 15, 2010

Groteskes Schauspiel mit Live-Musik nach dem Roman von DBC Pierre

»..es ist eine phantastische schauspielerische Leistung zu sehen, die fast alle Figuren schrill überzeichnet. Am Ende der knapp zweistündigen Achterbahnfahrt mit Musik...hat man einen ebenso unterhaltsamen wie anregenden Theaterabend erlebt« (Eva-Maria Magel, FAZ)

»Man darf diesen »Jesus von Texas« nicht verpassen..., weil die Darsteller und ..die Band..unglaublich kreatives Theater abliefern, voller Spürsinn für groteske Komik und die Absurdität des Lebens und der sozialen Konventionen. Dank Lejeunes Trio wird das Ganze zu einem Zwitter zwischen Musical und modernem »Singspiel«, der den Strudel absurder Ereignisse mit angelsächsisch-holländischer Groteskomik mitreißend und höchst lustig umsetzt. Im Ergebnis hat das eine Färbung, als hätten sich Eugene O'Neill mit seiner Vorliebe für verborgene Mythen, Bernard-Marie Koltés und der junge Brecht mit seinem Bedrohungsgefühl des Helden im Dschungel der Städte zusammengeworfen, um von vorn anzufangen. Nicht Auslassen!« (Marcus Hladek, FNP)

Zum Stück:
Etwas Schreckliches ist geschehen in Martirio, der „Barbecuesaucen-Hauptstadt von Texas: Jesus Navarro hat alle seine Mitschüler erschossen und danach sich selbst. Nur Vernon, sein bester Freund, hat den Amoklauf überlebt, weil er zufällig nicht in der Klasse war. Die ganze Stadt ist im Schockzustand. Wie konnte das passieren? Plötzlich richten sich der Zorn der Bevölkerung und die Sensationsgier der Medien auf Vernon, denn alle brauchen einen Sündenbock für die unfassbare Tat. Und so wird Vernon zum Spielball verschiedenster Interessen: Ein schmieriger TV-Journalist wittert das große Geschäft, das schönste Mädchen der Schule verrät ihn für eine Karriere beim Fernsehen und seine Mutter interessiert sich mehr für einen neuen Kühlschrank als für ihren Sohn. Vernon gerät in einen absurden Strudel der Ereignisse und er wehrt sich nicht, denn da ist etwas, das er geheim halten muss. Erst kurz vor seiner Hinrichtung, die als Reality Show vor laufender Kamera stattfinden soll, gelingt es ihm, den Spieß umzudrehen und den Showdown seiner Geschichte selber zu inszenieren.

Das Lebensgefühl eines Jungen, der als Einziger normal erscheint in einer komisch-albtraumhaften Erwachsenenwelt inszeniert Rob Vriens mit dem Theaterhaus Ensemble und einer Live-Band, die Hals über Kopf ins Schauspielgeschehen hineingezogen wird. Lustvoll wird das „Living in America ins Absurde verdeutlicht und es wird auch klar: So weit sind wir nicht entfernt von Martirio, Texas.

Spiel: Günther Henne
Michael Meyer
Uta Nawrath
Susanne Schyns
Regie: Rob Vriens
Bühne: Nanette Zimmermann
Komposition: Martin Lejeune
Live-Musik: Martin Lejeune
Peer Neumann
Timo Neumann

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