Aus: Zeitlos
Der alte Kaiser steht im Garten und wirft Schatten.
So überflutet ihn der Mond. Der Kaiser träumt:
In die vergoldeten Paläste strömten Ratten,
und in den Sälen seien wilde Pferde aufgezäumt.
Die ritten Tote, und ein dumpfes Klagen
zerriß die Erde, und der Kaiser flieht
und schreit zum Mond hinauf: Dich muß ich haben.
Und hofft auf einen, der ihn in den Himmel zieht.
Schlaf, Kaiser, schlaf,
denn morgen werden sie kommen.
Du hast ihnen viel zuviel
von ihrem Leben genommen.
Der alte Kaiser steht im Garten und wird älter
und ängstigt sich und hebt verwirrt die Hand.
Die kaiserlichen Nächte werden kälter,
ein harter Atem überfällt das Land.
Schon schmieden sie am Horizont die Schwerter,
der Glanz der fetten Zeiten ist verpufft.
Der Kaiser spürt: er war schon mal begehrter,
und gräbt sich eine Kuhle in die Luft.
Schlaf, Kaiser, schlaf,
denn morgen werden sie kommen.
Du hast ihnen viel zuviel
von ihrem Leben genommen.
Der alte Kaiser steht zum letztenmal im Garten.
Noch ein paar Stunden, und der Kaiser war.
Er läßt die Arme falln, die viel zu zarten,
und wittert und ergibt sich der Gefahr.
Die Tränen der Paläste werden Meere.
Sogar die Ratten fliehen mit der Nacht.
Und mit der neuen Sonne stürmen stolze Heere
die alte Zeit und ringen um die Macht.
Stirb, Kaiser, stirb,
denn heute noch werden sie kommen.
Du hast eben viel zuviel
von ihrem Leben genommen.
@dirk2947 Bei mir wars die Mutter!
Ermanamer 1 month ago
@Molto47 Warum? Hat er denn keine mehr? Ich war letztens auf einem seiner Konzerte, und war alles anderre als enttäuscht...
Ermanamer 1 month ago
Bei mir wars die Mutter!
Ermanamer 1 month ago
Ich bin 14 und mags, alles nur durch meinen vater verdammt XD.
dirk2947 7 months ago
Das war einmal, als Konstantin noch Ideen hatte. Wunderbares Lied
Molto47 1 year ago 2
Wundervolles Lied
bin 20 und trotz der heutigen Musikkultur höre ich auch sowas sehr gerne.
Korvi1990 1 year ago 2