Bismarck und das Deutsche Reich
Preußens Ministerpräsident Otto von Bismarck ebnete den Weg zum ersten deutschen Nationalstaat. Mehr als ein Jahrhundert lang hatte der Dualismus Preußen-Österreich die Politik bestimmt. 1866 kam es zum Bruderkrieg. In der Schlacht von Königgrätz siegte überraschend Preußen dank der Eisenbahn und eines besseren Gewehrs, Österreich wurde damit förmlich aus der deutschen Geschichte gedrängt. Der Norddeutsche Bund von 1866, unter preußischer Führung, war die Vorstufe zum geeinten Deutschland wenige Jahre später - die südlichen Länder wie Bayern, Baden und Württemberg blieben zunächst außen vor. Das änderte sich mit dem Krieg gegen Frankreich 1870. Der gemeinsame Gegner schmiedete die Deutschen zusammen. Im Januar 1871 hob Bismarck im Schloss von Versailles den preußisch-deutschen Nationalstaat aus der Taufe. Die nationale Hochstimmung der Bevölkerung übte einen derartigen Druck auf die Kabinette der süddeutschen Staaten aus, dass der Zusammenschluss mit dem Norddeutschen Bund geradezu alternativlos erschien. Das von Bismarck geschaffene Reich war das erste geeinte Deutschland, aber es war ein Fürstenbund. Nicht das Volk war der Souverän, die Reichs-Regierung wurde nicht vom Parlament gewählt. Bismarck dachte in den Dimensionen des europäischen Gleichgewichts. Für ihn war Deutschland "saturiert", gerade groß genug, um - neben Frankreich - nicht noch andere Gegner auf den Plan zu rufen. Bismarcks Bündnispolitik ist ein Paradebeispiel für den Umgang mit der sensiblen d
danke fürs uploaden! super videos, ist echt gut gemacht! :)
Zat0n 1 year ago 5
@Zat0n
Nichts zu Danken !!!
KISBLN2012 1 year ago