Uploaded by thofyrv on Jan 1, 2011
Heide Rosendahl wuchs in Radevormwald als Tochter des Diskuswerfers Heinz Rosendahl heran. 1963 machte sie erstmals von sich reden: Die 16-jährige sprang erstaunliche sechs Meter weit und gewann die deutsche Jugendmeisterschaft im Weitsprung und Fünfkampf. 1965 begann die 18-jährige ein Studium der Sportwissenschaften für das Lehramt in Köln. Sie wurde Mitglied in der Trainingsgruppe um Gerd Osenberg beim TuS 04 Leverkusen. Es war dies der Beginn der später legendär gewordenen Frauen-Leichtathletik-Gruppe, der namhafte Athletinnen wie Liesel Westermann, Ellen Wellmann-Wessinghage, Ulrike Meyfarth und Heike Henkel entstammten.
Bereits im Folgejahr zeitigte die Zusammenarbeit Früchte: Die vielseitige Rosendahl gewann bei der Europameisterschaft in Budapest die Silbermedaille im Fünfkampf und wurde erstmals einer breiteren Öffentlichkeit bekannt. Die Olympischen Spiele 1968 in Mexiko-Stadt wurden für die 21-jährige hingegen zur Enttäuschung. Im Weitsprung erreichte „Miss Leichtathletik", wie sie von einem bekannten Boulevard-Blatt genannt wurde, nur den achten Platz. Eine Muskelverletzung verhinderte zudem den Start im Fünfkampf.
Im Jahre 1969 erzielte Rosendahl mit 5155 Punkten einen neuen Weltrekord im Fünfkampf. Ihr Durchbruch erfolgte ein Jahr später. Im Rahmen der Universiade, der Weltmeisterschaft der Studenten, siegte die Deutsche 1970 im Weitsprung mit der Weltrekordweite von 6,84 m. 1971 wurde Rosendahl Europameisterin im Fünfkampf und Dritte im Weitsprung.
Den Höhepunkt ihrer außergewöhnlichen Karriere, die Rosendahl zur beliebtesten Leichtathletin West-Deutschlands machte, erlebte sie bei den Olympischen Spielen 1972 in München: Heide Rosendahl siegte im Weitsprung mit 6,78 m und errang nach sechs Tagen die erste Goldmedaille für die Mannschaft der Bundesrepublik Deutschland. Sie verwies die Bulgarin Diana Jorgowa denkbar knapp um einen Zentimeter auf Platz 2. Zwei Tage später gewann sie auch die Silbermedaille im Fünfkampf, als sie der Britin Mary Peters um 10 Punkte unterlag. Weitere acht Tage später avancierte Heide Rosendahl endgültig zum „Gesicht der Spiele" von München: Als Schlussläuferin der 4 x 100 Meter Staffel gelang es ihr, den minimalen Vorsprung des westdeutschen Quartetts gegen die favorisierte Staffel aus der DDR zu verteidigen. Diese hatte im Vorlauf einen neuen Europarekord aufgestellt. Gegnerin als Schlussläuferin Rosendahls auf ostdeutscher Seite war keine geringere als die Weltrekordhalterin und frischgekrönte Olympiasiegerin über 100 Meter, Renate Stecher. Zusammen mit Christiane Krause, Ingrid Mickler und Annegret Richter markierte Heide Rosendahl mit 42,81 s zudem einen neuen Weltrekord.
Heide Rosendahl beendete ihre Karriere im Jahre 1973. Seit 1974 ist sie mit John Ecker verheiratet, einem ehemaligen Basketballspieler vom TuS 04 Leverkusen. Ihr Sohn David Ecker wurde 1975 geboren; ihr Sohn Danny Ecker, geboren 1977, ist einer der besten deutschen Stabhochspringer.
1970 und 1972 bekam sie jeweils die Auszeichnung als Sportlerin des Jahres. Ebenfalls 1972 erhielt sie den Goldenen Bravo Otto der Jugendzeitschrift BRAVO. Von 1976 bis 1990 war sie Trainerin in der Leichtathletikabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen. Von 1993 bis 2001 war sie Mitglied im Präsidium des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, davon vier Jahre als Vizepräsidentin (1997 bis 2001), und dessen Athletenbeauftragte. Seit 2002 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Leichtathletikabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen.
Heidemarie Ecker-Rosendahl ist ausgebildete Diplom-Sportlehrerin (Sportstudium in Köln, Diplom 1969). Sie lebt heute in Leverkusen, ist Geschäftsführerin eines Unternehmens für Ernährungswissenschaften und betreibt mehrere Sportstudios.
2008 wurde sie mit dem Bundesverdienstkreuz Erster Klasse ausgezeichnet.
Heidemarie Ecker-Rosendahl (born 14 February 1947 in Hückeswagen) is a retired German athlete who competed mainly in the pentathlon and long jump. She set a world record of 6.84 m in long jump at Turin in 1970 which stood for five years.
She won the long jump gold medal in the 1972 Munich Olympics with a leap of 6.78m, one centimetre ahead of Diana Yorgova of Bulgaria. Two days later in a thrilling pentathlon, she finished second to Mary Peters of Britain.
After the three events on the first day Rosendahl was in the fifth place, 301 points behind Peters. On the second day, she jumped 6.83 m in the longjump (one cm short of the record) and ran the 200m in 22.96 seconds. She finished with 4791 points, 16 points better than Burglinde Pollak's world record. She held the world record for 1.12 seconds before Peters bettered it by 10 points on finishing her 200m race in 24.08 seconds. To further prove her versatility, she helped the West German 4 x 100 m team with Christiane Krause, Ingrid Mickler-Becker and Annegret Richter to the gold medal and a world record.
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the legend DAME MARY P. won the GOLD!
markguest36 2 months ago
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Mary Peters won Gold for Great Britain & Northern Ireland!!!!!
solefthanded2 4 months ago
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