Der weiße Löwe Cäsar (Panja) ist der König eines afrikanischen Dschungelreiches. Als Menschen seine Gefährtin fangen, wird Cäsar bei dem Versuch, sie zu befreien, getötet. Auf der langen Schiffsreise, die sie in einen Zoo bringen soll, bringt Cäsars Gefährtin dessen Sohn Kimba (Leo) zur Welt und erzählt ihm von seinem Vater. Um die Nachfolge Cäsars anzutreten, springt Kimba über Bord und sucht den Weg nach Afrika. Bald darauf sinkt das Schiff mit Kimbas Mutter bei einem Sturm.
Schließlich entdeckt Kimba gemeinsam mit der französischen Ratte Jaques Land und findet im Jungen Kenichi einen menschlichen Freund. Mit diesem lebt er eine Zeit lang zusammen, wobei er stets zwischen seinen Instinkten als wildes Tier und der von Kenichi vermittelten Freundschaft und Großzügigkeit schwankt. Schließlich kehrt er in das Land seines Vaters zurück. Dort muss das weiße Löwenkind feststellen, dass es fast gezähmt ist und nicht in den Dschungel passt. Doch Kimba will genauso stark und stolz wie sein Vater werden und den Dschungel regieren. Jedoch hat sich inzwischen der Löwe Bubu das Königreich angeeignet. Da er kein guter Herrscher ist, erhält Prinz Kimba die Unterstützung der Tiere, um den Thron zurückzugewinnen.
Entstehung und Veröffentlichung des Mangas
Kimba, der weiße Löwe erschien in Japan von November 1950 bis April 1954 im Manga-Magazin Manga Shōnen des Verlags Gakudosha. Die Einzelkapitel erschienen später auch in drei Sammelbänden. Eine erste Neuauflage folgte bei Hobunsha, eine zweite bei Kodansha. In den 1960er und 1970-Jahren überarbeitete Tezuka die Geschichte einige Male und zeichnete weitere Serien und Remakes rund um Kimba. Die endgültige Fassung erschien 1977.
Die Serie mit insgesamt über 600 Seiten war die erste Arbeit Tezukas, die in einem Magazin veröffentlicht wurde, und wurde schnell zu einem Erfolg. Der Manga war stark beeinflusst von Disneys Bambi und gilt teilweise auch als japanische Antwort auf den Film.
Auf Deutsch erschien die Serie im Jahr 2001 bei Carlsen Comics in drei Bänden.
Erste Serie
Tezukas Anime-Studio Mushi Productions produzierte auf Basis des Mangas 1965 eine Anime-Serie mit 52 Folgen, bei der Hayashi Shigeyuki Regie führte. Künstlerischer Leiter war Tsuyoshi Matsumoto. Die Verfilmung von Jungle Taitei war die erste farbige Fernsehserien Japans. Dies ist auf die Beteiligung der amerikanischen Firma NBC zurückzuführen, die keine schwarz-weiß-Serie senden wollte. NBC nahm auch weiteren Einfluss auf die Produktion, so wurden die Folgen 1 und 8 so produziert, dass die Folgen 2 bis 7 in der amerikanischen Fassung weggelassen werden konnten. Diese behandeln Kimbas Zeit bei Kenichi, die der amerikanische Sender nicht zeigen wollte. NBC setzte außerdem durch, dass Kimba ein junger Löwe bleibt und nicht wie im Manga gänzlich erwachsen wird, und dass die Folgen wie in amerikanischen Serien eine jeweils abgeschlossene Handlung haben statt der epischen des Mangas. Die Serie wurde als Limited Animation mit Cel-Animation ausgeführt.[8]
Der Anime wurde vom 6. Oktober 1965 bis zum 28. September 1966 durch Fuji TV ausgestrahlt. Ab September 1966 folgte die Ausstrahlung in den USA. Die Serie wurde in Frankreich, Spanien, Lateinamerika, Italien, Portugal und auf den Philippinen im Fernsehen ausgestrahlt.
Auf Deutsch wurde Kimba, der weiße Löwe erstmals 1977 im ZDF ausgestrahlt. Die deutsche Fassung besteht jedoch nur aus 39 Episoden. Die fehlenden 13 Episoden wurden später als Bestandteil der Fortsetzungsserie Boubou, König der Tiere ausgestrahlt. Als Grundlage für die deutsche Synchronisation diente die US-Version, in der einige Namen des japanischen Originals geändert worden waren. So heißt „Kimba" in der japanischen Version „Leo", „Cäsar" trägt im Original den Namen „Panja". Der Anime wurde später durch Sat.1 und Junior wiederholt.
Musik
Die Musik der Serie komponierte Isao Tomita, auch den Vorspanntitel Jungle Tantei und das Abspannlied Leo no Uta. Die amerikanische Version des Vorspanns stammt von Bill Giant.
disney hat sich hier schon was abgeguckt ...
NotABillieJeanLover 1 year ago 3