ich bin ein vertriebener
denke ich an den ort, an dem ich aufwuchs, denke ich nicht an heimat
ich bin mehr als ein vertriebener
den ort, den ich heimat nenne, habe ich nie gesehen
es gibt tage, da fühle ich sie
es gibt länder, die mich an sie erinnern
(dann kann ich die augen schließen und meinen, öffnete ich sie, ich wäre da)
für mich hat heimat nichts mit erinnerung zu tun
heimat, das ist etwas futuristisches
(ich halte sie durchaus für möglich, warum nicht)
wer seine heimat verloren hat, dem schenkt man mitleid
was soll man tun mit einem, der eine heimat hat, die keine ist
ich bin kein flüchtling
es gibt keinen ort, der mich vertreibt, keine menschen, keine gesetze
nach all den jahren bekenne ich erneut
ich bin der reisende
ich bin
herr salokin
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