Tierschutzbündnis startet provokative Plakatkampagne gegen Kaninchenmast

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Uploaded by on Dec 16, 2011

http://www.kaninchenmast.info

Vielen Verbrauchern ist nicht bewusst, dass auch Kaninchenfleisch in der industriellen Massentierhaltung erzeugt wird. Eingezwängt in winzige Gitterkäfige, unfähig zu hoppeln oder sich aufzurichten, fristen Tausende Mastkaninchen in Deutschland ein elendes Dasein. Konkrete Haltungsvorgaben, die dies verbieten, gibt es bislang nicht.
Vor einigen Wochen hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz einen ersten Entwurf für „Mindestanforderungen an die Haltung von Kaninchen" vorgelegt. Die Vorgaben sind aus Sicht des Tierschutzbündnisses „Kaninchenmast, nein danke" vollkommen unzureichend. So sieht der Entwurf vor, dass Kaninchen auch weiterhin auf einer Fläche von der Größe eines DIN-A3-Blatts gehalten werden dürfen. Tageslicht, frische Luft, ungestörtes Hoppeln und Graben, all das, was für Kaninchen ein Grundbedürfnis darstellt, ist auch weiterhin nicht vorgesehen.
Da viele Menschen nicht nur zu Ostern, sondern auch zu Weihnachten Kaninchenbraten essen, hat das Tierschutzbündnis „Kaninchenmast, nein danke" eine provokante Plakatkampagne gestartet, um möglichst viele Menschen auf das Thema aufmerksam zu machen. Mit dem Slogan „Bunnys gehören vernascht, nicht gegessen", wirbt das Jahrtausend-Playmate Janine Habeck für den Verzicht auf Kaninchenfleisch.
Ab nächster Woche wird das Plakat in zahlreichen Berliner U-Bahnhöfen hängen.

Heute haben zwei Models in knappen Bunny-Kostümen das erste Plakat symbolisch auf eine Holzwand auf dem Berliner Alexanderplatz aufgehängt. Für viele Passanten ein echter Hingucker, der viele erst zum Schmunzeln und dann zum Nachdenken brachte.

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Pets & Animals

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  • Ihre Haltung erinnert an eine Legebatterie, ihr Zustand ist fast noch schlimmer als der der Hühner. In Käfige von 0,07 oder 0,08 Quadratmetern Fläche pro Tier gepfercht, warten die Kaninchen ca. 70 Tage auf ihren Tod.

  • Die Metall‑ oder Kunststoffgitter sind meist ohne Einstreu, viele Tiere ziehen sich schwere und schmerzende Verletzungen zu. Kannibalismus und Selbstverstümmlung sind an der Tagesordnung. Ätzende Ammoniakdämpfe steigen auf und fügen den Tieren weitere Qualen zu. Bis zu 50 % der Tiere sterben vor Ende der Mastperiode…

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