In dieser Aufnahme spricht Gisela schon am Ende vom Aufbruch, aber Gäste gehen, neue Gäste kommen, und da ich Gisela und den Betreuern in ihrer Wohnanlage versprach, sie mit dem Akkordeon nachhause zu bringen, will ich nicht gar so früh fort, zurück käm ich ja dann nicht mehr her, da hängen die Lampions in den Bäumen, die möchte ich doch gern am Abend leuchten sehen.
Als wir in der Dunkelheit schließlich am Bahnsteig in eine Bahn einsteigen, werden wir aufgefordert, sie wieder zu verlassen, müssen nochmal eine halbe Stunde warten. Gisela ist wohl sichtlich unruhig geworden, aber ich denk mir nichts dabei, wir haben uns doch, bevor wir bei ihr fortgingen, rundum abgesichert, daß wir auch noch den Nachtdienst aufstören dürfen.
Wir plaudern dann noch vor ihrer Wohnanlage auf dem Bürgersteig. Ein Polizeiauto fährt vor, hält meterweit vor uns auf dem gleichen Bürgersteig, dazwischen liegt der Eingangsweg zum Haus hoch. Gisela ist sofort auf 180. Die sind wegen mir da! Die suchen mich! Die wollen mich wieder nach Riedstadt bringen! Ich begreif noch gar nicht ihre Panik, sie stürzt auf das Haus zu. Ich ruf ihr nach: Bleib doch ruhig! Der ausgestiegene Polizist in schwerer Rüstung hetzt auch vom Auto auf sie zu. Was ist denn das? Was soll denn das? Was ist denn überhaupt hier los? Sie ruft zu ihm hin nach hinten: Sie wollen mich wieder nach Riedstadt bringen! Er beruhigt mit Worten: Nein, das wollen wir nicht! Aber seine ganze Erscheinung und sein Gebaren ist nicht beruhigend...
Nachtrag:
Heute stieß ich auf:
Mein Vater wird gesucht, gesungen von P. Schönleben
http://www.youtube.com/watch?v=cQK94TK5gAg
18. Juni 2008
Stereo: http://de.youtube.com/watch?v=cQK94TK...
Das Lied wurde 1936 von dem Laiendichter Hans Drach verfasst. Die Melodie stammt von der Komponistin Gerda Kohlmey welche nach Prag emigriert war. Das Lied wurde im Deutschen Untergrund und von Exilanten gesungen
- 20.Jan 2009
Mein Vater wird gesucht,
er kommt nicht mehr nach Haus.
Sie hetzen ihn mit Hunden,
vielleicht ist er gefunden
und kommt nicht mehr nach Haus
Oft kam zu uns SA
und fragte, wo er sei.
Wir konnten es nicht sagen,
sie haben uns geschlagen,
wir schrien nicht dabei.
Die Mutter aber weint,
wir lasen im Bericht,
der Vater sei gefangen
und hätt sich aufgehangen
das glaub ich aber nicht.
Er hat uns doch gesagt,
so etwas tät er nicht.
Es sagten die Genossen,
SA hätt ihn erschossen
ganz ohne ein Gericht.
Heut weiß ich ganz genau,
warum sie das getan.
Wir werden doch vollenden,
was er nicht konnt beenden
und Vater geht voran!
aus der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur 1933 - 1945
hilfe . nemm der doch mal das akkordeon weg . die soll erst mal ein kurs belegen bevor sie so ein teil bedient . deutschland sucht den horrorstar . würg
oktopussy1966 1 year ago
@oktopussy1966 So? Du kannst es besser? Kaum zu glauben. Du kannst gar nichts und hast auch keine Ahnung, wie viel Übung und Können zu ihrer Fertigkeit gehört! Schnauze!
Steffenelis 1 year ago