Crash auf Schienen - Knautschzone für Bahn und Tram

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Uploaded by on Aug 22, 2010

Die Bahn ist immer der stärkere Unfallgegner, es sei denn, sie kollidiert mit Ihresgleichen. Dann wird es lebensgefährlich für Lokführer und Passagiere.

Mit Crashtests in Polen begann im Jahr 2003 die heiße Phase des EU-Projektes "Safetrain".
Inzwischen fahren moderne Nahverkehrszüge und Trams bereits mit Knautschzone, denn die häufigste Ursache für Zugunglücke sind Auffahrunfälle.

Knautschzonen minimieren das Risiko für Tram- und Lokführer, bei einem Zusammenstoß verletzt oder getötet zu werden. Die Sicherheit der Passagiere gewährleisten mechanische Dämpfer und Fangvorrichtungen, die aufprallende Wagen am Entgleisen hindern sollen.

Dass im sichersten Verkehrsmittel der Welt trotz der sehr seltenen Zugunglücke nur in Deutschland verhältnismässig viele Menschen verletzt werden, hat keine technischen Ursache, sondern liegt an der Unsitte deutscher Passagiere, während der Einfahrt in den Bahnhof im Gang herumzustehen. In den meisten europäischen Ländern und in den USA ist dies streng untersagt, denn der gefährlichste Teil der Reise ist immer die Ankunft im Bahnhof.

Europas modernste Crash- Schienenstrecke liegt im polnischen Zmigrod. Mein TV-Bericht entstand 2003.

Dank an die Deutsche Bahn AG für die freundliche Unterstützung und Überlassung des Materials aus den Hochgeschwindigkeitskameras.

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Uploader Comments (carnationberlin)

  • Das Video ist gut, aber alt, weil mitlerweile die am Ende zu sehende Linie 19 als 18 verkehrt!!

  • @Firefighter18031993 Es ist fast 10 Jahre alt. Auch der technische Leiter ist schon längst im Ruhestand. Heute fahren die meisten Trams schon mit dem hier getesteten Sicherheitspaket.

  • Warum ist die Einfahrt in den Bahnhof am gefährlichsten? Ist es nicht so, dass der Zug bei der Einfahrt sowieso schon mit verminderter Geschwindigkeit fährt, was also selbst bei einem Aufprall nicht so fatal wäre wie wenn es auf freier Strecke passieren würde? Oder irre ich mich da?

  • @prospekt1909 Ich denke das war hier auf die Straßenbahn bezogen, weil die ja teilweise an einer Haltestelle oder Bahnhof einfahren, was viel häufiger geschieht als es bei der Eisenbahn der Fall ist. Bei der StraBa wird ja vermehrt "auf Sicht" gefahren im Gegensatz zur Eisenbahn.

    Bei der Eisenbahn, gerade hier in Deutschland, ist es bis auf sehr wenige Ausnahmen, technisch nicht möglich in ein besetztes Gleis einzufahren...

  • @Bahnminister die häufigsten Straßenbahn- Unfälle sind Kollisionen mit abbiegenden Autos oder LKWs. Bei Zusammenstoß einem Kieslaster ist die Knautschzone schon ganz nützlich.

  • @prospekt1909 Es ist deswegen am gefährichsten, weil in Deutschland die Passagiere meistens schon aufgestanden sind und sich dazu noch am konstruktionsbedingt schwächsten Punkt der Waggons aufhalten. Das Aufstehen ist zum Beispiel in den USA und in GB verboten. Deswegen gibt es dort weniger Personenschäden, trotz ungefähr gleich hoher Unfallzahlen, hochgerechnet auf die Streckenkilometer Deutschlands.

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All Comments (9)

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  • @prospekt1909 Hauptursache sind falsch gestellte Weichen, kurz vor dem Bahnhof. Für eine Schnellbremsung ist es meist zu spät. Das zweite menschliche Versagen ist die in Deutschland übliche Unsitte der Opfer, schon lange vor Einfahrt in den Bahnhof von den Sitzen aufzustehen und sich im mechanisch schwächsten Teil des Waggons, im Türbereich aufzuhalten.. Weil das zB in GB und USA verboten ist, gibt es dort trotz höherer Unfalläufigkeit im Vergleich zu Deutschland wesentlich weniger Opfer.

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