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Thomas Bernhard "Heldenplatz" im Theater in der Josefstadt

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Uploaded by on Sep 14, 2010

Thomas Bernhard
"Heldenplatz"
Theater in der Josefstadt, 2010

Am 15. März 1938 verkündete Adolf Hitler unter Jubelrufen der anwesenden Wiener auf dem Heldenplatz den Anschluss Österreichs an Deutschland. 50 Jahre später versammeln sich in einer Wohnung in der Nähe des Heldenplatzes die Familie Schuster und der engste Freundeskreis. Der Anlass: das Begräbnis von Professor Josef Schuster. Für diesen philosophischen Kopf, von den Nazis verjagt, in den fünfziger Jahren aus Oxford auf seinen Lehrstuhl zurückgekehrt, gab es keinen anderen Ausweg als den Selbstmord. Denn die Situation im gegenwärtigen Österreich sei "noch viel schlimmer als vor fünfzig Jahren".

Heldenplatz entstand im Auftrag von Claus Peymann als Beitrag zum 100. Jahrestag des Wiener Burgtheaters 1988, das Stück löste noch vor der Premiere einen riesigen Skandal in Österreich aus. Anlässlich der Uraufführung im "Bedenkjahr" 1988 wurde der Text mehrheitlich als politisches Thesenstück aufgenommen; man diskutierte vor allem über die Richtigkeit der Gegenwartsdiagnose, die Robert Schuster auf dem Heimweg vom Begräbnis seines Bruders abgibt. Als besonders polemische Sätze noch vor der Uraufführung über österreichische Medien an die Öffentlichkeit gelangen, brach eine leidenschaftliche Auseinandersetzung los. Die Premiere am 4. November 1988 wurde für Thomas Bernhard zu einem letzten, triumphalen Erfolg.

Regie: Philip Tiedemann
Bühnenbild: Etienne Pluss
Kostüme: Stephan von Wedel
Musik: Ole Schmidt

Mit:
Michael Degen, Sona MacDonald, Elfriede Schüsseleder, Siegfried Walther, Gertraud Jesserer, Wolfgang Pampel, Sigrid Marquardt, Friedrich Schwardtmann, Marianne Nentwich, Silvia Meisterle

Category:

Entertainment

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All Comments (5)

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  • Angeblich wird jetzt in der Josefstadt nicht nur Operette gespielt :)

    Großartiges Stück, ich möchte gern diese Inszenierung sehen.

  • öder text

  • Es war echt gut und wwirklich witzig :)

  • Immer wieder ist es höchst amüsant und inspirativ, Thomas Bernhard´s Theaterstücke zu sehen. Amüsant sage ich.

    Wobei es die INSZENIERUNG ausmacht… die INSZENIERUNG auf der BÜHNE… die dieses Amüsement in mir hervorruft !

    Wenn man als Autor keine Ideen mehr hat, kann man sofort wunderbare Inspirationen in den Stücken von Thomas Bernhard empfangen...

    und wieder sitzen Schauspieler an einem wohlgedeckten Tisch... das zieht sich von "EIN FEST für BORIS" durch viele andere Stücke auch... .

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