aus dem Maranatha-Andachtsbuch vom 31. Oktober 2008 (verfaßt von Paul Mink)
Am 31. Oktober 1517 schlug Martin Luther (1483-1546) die 95 Thesen an die Schlosskirche zu Wittenberg. Dies ist der Reformationstag geworden, an dem sich alle Protestanten ihrer Berufung und ihres hohen Auftrags bewust sein sollten. Luther wurde damals auf dem Reichstag zu Worms zur Rechenschaft gezogen, aber er war ein mutiger Mann und sprach:
"Wenn so viele Teufel zu Worms wären, wie Ziegel auf den Dächern, so wollte ich doch hinein".
In der letzten Nacht bevor sich Luther in Worms verantwortet (15.auf 16.April 1521), soll er unser heutiges Lied gedichtet haben:
Mit unserer Macht ist nichts getan,
wir sind gar bald verloren;
es streit für uns der recht Mann,
den Gott selbst hat erkoren.
Fragst du, wer der ist ?
Er heißt Jesus Christ,
der Herr Zebaoth,
und ist kein andrer Gott,
das Feld muß er behalten,-
Und wenn die Welt voll Teufel wär`
und wollt uns gar verschlingen,
so fürchten wir uns nicht so sehr,
es soll uns doch gelingen.
Der Fürst dieser Welt,
wie saur er sich stellt,
tut er uns doch nichts;
das macht, er ist gericht:
Ein Wörtlien kann ihn fällen. (Vers 2 und 3)
Luther wurde danach auf die Wartburg gerettet und übersetzte dort die Bibel in die deutsche Sprache.
Aber wie steht es heute nach rund 500 Jahren ?
Wo ist der Protestantismus hingekommen ?
Ist nicht der Wurm des Liberalismus und der Bibelkritik durch manche Lehrer der protestantischen Theologie daran, ihm das Mark zu zerfressen ?
Ebenso wirken die Bestrebungen der Ökumene, die nicht auf Grund, sondern auf Kosten der Wahrheit vereinigen will. - Aber unser heutiges Lied "Eine feste Burg ist unser Gott" ist als Gesang der Reformation aus Luthers persönlicher Lebenserfahrung des Jahres 1521 herausgeboren. Es flog durch Deutschland und ist bis 1926 in 70 Sprachen übertragen worden. Es war dabei das besondere Anliegen Luthers, das Wort Gottes, in dem der Höchste mit Seiner Kraft auf den Plan tritt, unverändert stehen zu lassen.
So bekennt er:
Das Wort sie sollen stahn und kein Dank dazu haben;
Er ist bei uns wohl auf den Plan mit seinem Geist und Gaben.
(aus Vers 4)
Das muss auch unser Anliegen sein. Denn allein das Wort Gottes ist Grundlage für den wahren christlichen Glauben. Da dürfen wir mit Zinzendorf bekennen:
Wenn Dein Wort nicht mehr soll gelten,
worauf soll der Glaube ruh´n ?
Mir ist´s nicht um tausend Welten,
aber um Dein Wort zu tun.
aus dem Maranatha-Andachtsbuch vom 31. Oktober 2008 (verfaßt von Paul Mink)
Luther über das Papsttum:
"Sie schmücken sich mit dem Namen Christi, des hl. Petrus und der Kirche, obwohl sie doch voll sind von den ärgsten Teufeln in der Hölle, voll, voll, und so voll, dass sie nichts denn eitel Teufel ausspeien, auswerfen und schneuzen können. Nun sehen wir, dass er [der Papst] mit seinen römischen Kardinälen nichts anderes ist, denn ein verzweifelter Spitzbube, Gottes und Menschen Feind, der Christenheit Verstörer und des Satans leibhaftige Wohnung."
Martin Luther
Melanielebt 3 months ago
Der Zölibat war nur ein Versuch gegen die Hurerei in den obersten Etagen der Kirche entgegenzutreten. Inzucht, Intrigen, Morde waren da an der Tagesordnung.
Und dass die katholische Kirche immer noch an Dogmen aus dieser Zeit festhält, zeigt deren Welt- und Menschenfremdlichkeit.
yarr4444 6 months ago
@yarr4444
Siehe über Google:
"Spiegel Skurrilitätenkabinett Vatikan"
Vom christlichen Glauben ist bei diesen nach Pomp, Macht und Ehre Strebenden, nichts zu finden.
Wie wahr sind doch da die Worte von Martin Luther:
"Für Heuchelei gibt´s Geld genug,
Wahrheit geht betteln".
Melanielebt 6 months ago