Sonntag war der Niedersimmentaler Kilian Wenger am Oberländischen Schwingfest in Hofstetten schlicht und einfach eine Klasse für sich. Obschon er sich gemäss eigenen Aussagen am Morgen verschlafen hatte, war er vom ersten Gang an hellwach und dominierte seine Gegner nach Belieben. Mit 49.75 Punkten stand er nach fünf Gängen uneinholbar an der Spitze. Damit durfte er es sich sogar erlauben, im Schlussgang zu verlieren und trotzdem als Festsieger dazustehen. Nach dem Schlussgang kam es zur skurrilen Situation, dass Wengers einziger Bezwinger Willy Graber Festsieger Kilian Wenger selbst auf seine Schultern hob eine feine Geste. Auf die spezielle Situation vor dem Schlussgang und seine Taktik angesprochen, meinte Zimmermannslehrling Wenger: «Ich war wegen einer Muskelzerrung leicht handicapiert und konnte leider nicht mehr zusetzen.» Er musste gar mit Schmerzmitteln zum heutigen Wettkampf antreten. Die Zuschauer nahmen davon nichts wahr. Wie Wenger im ersten und dritten Gang die beiden Eidgenossen Thomas Achermann und Thomas Zaugg abfertigte, war eine Augenweide. Mit satten Kurzzügen liess er den beiden nicht den Hauch einer Chance. Im zweiten Gang lieferte ihm David Kohler die Punkte und im vierten Gang besiegte er den an diesem Tag ebenfalls starken Christian Bürki. So kam es im fünften Gang zur Begegnung mit Thomas Sempach dem bis jetzt stärksten Emmentaler. Aber auch diese schwierige Hürde knackte er nach knapp sechs Minuten Kampfdauer. Alle anderen Schwinger lagen zu diesem Zeitpunkt um mehr als 1.75 Punkte zurück. So entschied sich das Kampfgericht aus einem Trio mit 48.00 Punkten für den Mittelländer Willy Graber als Schlussgangteilnehmer.
@kosmischeIntelligenz Gern geschehen.
najachma 1 year ago
Vielen lieben Dank für Ihre Beiträge...
kosmischeIntelligenz 1 year ago