Langweilige Sonntage & Erdbeerkuchen - Bloody Mondays & Strawberry Pies - part 1

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Uploaded by on Mar 30, 2011

2008
Positive Seiten der Langeweile
(Bloody Mondays and Strawberry Pies)
http://www.imdb.com/title/tt0961109/
http://www.dokumentarfilm.info/index.php?option=com_content&view=article&...
http://programm.ard.de/TV/arte/langweilige-sonntage-und-erdbeerkuchen/eid_287...

http://www.arte.tv/de/woche/244,broadcastingNum=1262380,day=5,week=15,year=20...

"Was bringt Menschen dazu, sich bewusstlos zu arbeiten, ständig auf der Flucht vor Stille zu sein, sich in Phantasiewelten zu verlieren oder gar sinnlos zu töten? Ist es die Angst vor Langeweile? Können wir Nichts-Tun überhaupt ertragen? Coco Schrijber taucht in ihrem Film in das Leben von fünf Menschen ein und versucht das Phänomen der Langeweile filmisch zu fassen. Wir begegnen einem besessenen New Yorker Aktienhändler, einer gelangweilten Arbeiterin in einer Tortenfabrik, einer Spionin im Ruhestand, einem Nomaden, der in der Sahara einfach mal gar nichts tut, einem Maler, der sich der Zeit verschrieben hat, und einer Schülerin, die sich die graue Montagmorgenlaune mit einem Amoklauf vertrieben hat. Schockierende Szenen wechseln sich mit banalen Alltagsbeobachtungen und großartigen Panoramen ab und werden mit Texten aus Bret Easton Ellis' „American Psycho" und Fjodor M. Dostojewskis „Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" zu einer hypnotischen Gedankenreise verwoben. So entsteht eine faszinierende filmische Meditation über Zeit und Leben, die die Grenzen des Dokumentarischen sprengt."


Werte wie Liebe, Schönheit, Arbeit und Geld gelten als die Triebkräfte menschlichen Lebens und als Gegenstand sozialer Wertschätzung. Doch auf welche Weise - wenn überhaupt - füllen sie das Leben der Menschen aus? Stehen jedem Rausch, jeder Geschäftigkeit nicht zwangsläufig Leerlauf und Langeweile gegenüber?

Der Dokumentarfilm der niederländischen Filmemacherin Coco Schrijber interpretiert Langeweile nicht als Manko und leidvolles Verharren, sondern als sinnstiftend und ausfüllend, denn erst die Langeweile, so Schrijber, könne die nötige Distanz zum Leben hervorbringen und den Sinn für das Wesentliche schärfen. Langeweile als letzte Bastion vor dem Nichts, aus dem wir kommen. Ein Zustand, der - egal ob positiv oder negativ erlebt - die Menschen zur Klarsicht zwingt. Die Protagonisten des Dokumentarfilms sind ein 30-jähriger Wall-Street-Trader, ein marokkanischer Fremdenführer aus der Sahara, eine bedeutende Spionin des Zweiten Weltkriegs, ein Maler, der die Zeit darstellen will, und eine junge dänische Arbeiterin, die den Zwängen in einer Süßwarenfabrik singend entflieht. Eine Vielstimmigkeit untermalt von Auszügen aus Dostojewskis "Aufzeichnungen aus dem Kellerloch" und "American Psycho" von Bret Easton Ellis.

Langeweile ist in der modernen Gesellschaft eher negativ besetzt. Die Menschen verzehren sich nach Liebe, streben nach Geld, loben die Arbeit und suchen das Vergnügen.

Aber wenn man dem Dokumentarfilm der Niederländerin Coco Schrijber Glauben schenken darf, gewährt Langeweile dem Menschen Ruhe, lässt ihm Raum zum Nachdenken und zwingt ihn zur Klarsicht.


Meine Ergänzung:
Stille kann quälen aber auch erfüllen. Das Selbst, das eigene Ich, die persönliche Identität und Individualität findet der Mensch durch seine eigenen Erkenntnis. Nicht durch die Meinung der anderen. Das Kennenlernen des eigenen Ichs bzw. des Selbst ist ein Prozess, der häufig mit der Koexistenz der Stille am besten vertieft und verdeutlicht werden kann.
Die Stille ist nicht gleich Nichts, es kommt darauf an, wie man/frau sie füllt bzw. belebt.

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Uploader Comments (GreenDevilAngel)

  • Hast du auch Pontypool?

    Hab auf Arte die Wiederholung verpasst.

  • @Cernumospete Ne. Sagt mir nichts.

  • May I ask why the title says "Sonntage"? Shouldn't it be "Montage" as the video says at 4.42? Anyways, thanks for the upload.

  • @DidoFrederi Danke für Anregung. Sie ist schwer berechtigt. Ist jedoch korrekt so. Siehe Link im Textfenster. Ich schätze die Übersetzung ist verschieden wegen einer unterschiedlich kulturellen Gewohnheit, Interpretation, Eigenart und Sprachverwendung.

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All Comments (6)

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  • wünschte ich könnte das lied das sie singt bei 9:17 mal komplett hören von ihr

  • Schön diesen Beitrag nochmal sehen zu können !!!

    Hab bei Arte nachgesehen, aber dort findet man ihn nicht mehr :-(

    Too bad, thanx anyway ;-)

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