Alert icon
We're changing our privacy policy. This stuff matters.  Learn more  Dismiss

Am FENSTER

Loading...

Sign in or sign up now!
Alert icon
Upgrade to the latest Flash Player for improved playback performance. Upgrade now or more info.
736 views
Loading...
Alert icon
Sign in or sign up now!
Alert icon

Uploaded by on Dec 2, 2010

die ZEIT,die Minuten,Stunden,Tage,Jahre 2 Jahre sind es nun,werden noch viele kommen? Soda- Es ist eine schöne Sache um die Zufriedenheit, um die Schmerzlosigkeit.
Jene geduckten Tage, wo weder Schmerz noch Lust zu schreiben wagt.
Wo alles nur flüstert und auf Zehen schleicht.
Leider aber steht es mit mir so, dass wenn ich eine Weile die lauerfade Erträglichkeit
dieser sogenannten guten Tage geatmet habe, es mir
in meiner kindischen Seele windig weh und elend wird.
Als ich die verrostete Dankbarkeitsleier dem schläferten Zufriedenheitsgott ins Gesicht schmeiße
und lieber einen recht teuflischen Schmerz in mir brennen fühle
als diese bekömmliche Zimmertemperatur.

Ich bin verwickelt in Konflikten, die mich innerlich zerfressen.
Vergesse dabei mich selbst und handle aus Ego-Desinteresse. Das Hirn liegt brach und wird mit Samthandschuhen seziert. Der verwirrteste Moment ist der, indem etwas unnatürlich stirbt. Ich bin Soldat im meinem selbst geschaffenen Kriegsgebiet und bin am verbluten. Der Versuch meine Wunden zu verbinden bleibt ergebnislos.
Die Zeit heilt alle Wunden, aber jetzt spielt sie gnadenlos. Salz
verstärkt den Schmerz, verzerrt mein Sichtfeld und macht mich alt.
Ich bäume mich auf und reiße verstört an verrosteten Ketten.
Bin eine Kellergestalt, die sich in sich selbst verzettelt.
Dumpfes Pochen unter der Schädeldecke macht alles nicht besser,
treibt Gedanken durch Lamellen bis sie neue Abgründe entdecken.
Ich sehe erst oben und dann schaue ich verbraucht in die Tiefe.
Wasser gleitet durch Siebe und verwässert mir die Liebe.
Auch wenn der Fluss meistens einen klaren Ursprung hat,
find ich immer wieder Stellen, die nichts anderes sind als Matsch.

Das menschliche Dasein ist enttäuschend.
Voller Beklemmen und Bitterkeit.
Das menschliche Dasein ist enttäuschend.
Voller Beklemmen und Bitterkeit.

Meine Sprache verrät mich, klärt mich auf und begräbt mich.
Ich würde mich gerne ablegen, kann mich aber nicht abgeben.
Ich bewege mich auf einem Streichholz und suche nach einer Reibefläche.
Ich würde gerne die Zeche des Lebens prellen, aber das wäre nicht gerechtfertigt.
Wär' ich doch zu zweit, könnt' ich wenigstens alles getrennt sehen,
aber so muss ich immer weitergehen und mich immer mitnehmen.
Wieviel gibt es denn noch zu verstehen? Wieviel zu erklären?
Wieweit muss ich mich von mir entfernen, um mich zu erkennen?
Ich taste mich blind durch die sichtbare Welt und verhalte mich abartig.
Die Kanten an den Rahmen eines Kreises schneiden mich und hinterlassen Narben.
Ich bin erschöpft von meiner Gestik und stelle sie ein.
Ich bin bald sehr alleine, aber so muss es wohl sein.

  • likes, 1 dislikes

Link to this comment:

Share to:

Uploader Comments (denknach1)

  • ein sehr nachdenkliches Werk von dir

    in dieser besinnlichen Zeit

    Ich wünsche dir alles Gute

    glg Reiner

  • @Flippy70er dank dir

    grüße für dich sowie

    nach draussen

    v.Buschmähn

Video Responses

see all

All Comments (10)

Sign In or Sign Up now to post a comment!
  • /watch?v=rR4dJN33a-0 Das Gedicht in Musik verpackt :)

  • @XorePwnd möge die sonne auch für dich scheinen ! mein freund

  • das stimmt eine sehr nachdenklich

    ich wünsche dir auch alles gute in dieser besinnlichen Zeit,

    glg Willi

  • Hey, ich hoffe Du wandelst noch paar Jährchen auf dieser alten Mutter Erde.

Loading...

Alert icon
0 / 00Unsaved Playlist Return to active list
    1. Your queue is empty. Add videos to your queue using this button:
      or sign in to load a different list.
    Loading...Loading...Saving...
    • Clear all videos from this list
    • Learn more