Rezitation: Fritz Stavenhagen
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Text:
Wär ich ein Baum, stünd ich droben am Wald.
Trüg Wolke und Stern in den grünen Haaren.
Wäre mit meinen dreihundert Jahren
noch gar nicht sehr alt.
Wildtauben grüben den Kopf untern Flügel.
Kriege ritten und klirrten im Trab
querfeldein und über die Hügel
ins offene Grab.
Humpelten Hunger vorüber und Seuche.
Kämen und schmölzen wie Ostern und Schnee.
Läg ein Pärchen versteckt im Gesträuche
und tät sich süß weh.
Klängen vom Dorf her die Kirmesgeigen.
Ameisen brächten die Ernte ein.
Hinge ein Toter in meinen Zweigen
und schwänge das Bein.
Spränge die Flut und ersäufte die Täler.
Wüchse Vergissmeinnicht zärtlich am Bach.
Alles verginge wie Täuschung und Fehler
und Rauch überm Dach.
Wär ich ein Baum, stünd ich droben am Wald.
Trüg Wolke und Stern in den grünen Haaren.
Wäre mit meinen dreihundert Jahren
noch gar nicht sehr alt....
Bilder: Fotos von Karl Valentin
Gute Stimme! Guter Vortrag! Sauber zum Konjunktiv! Ehre dem Schriftsteller Erich Kästner!Grüße vom ZiescheKolleg
germanlearning 2 months ago
Was hat der Herr Valentin damit zu tun???
rwctim 3 months ago
==))====> so tolle bilder ~ das fand ich immer schon klasse ~ und sehr nett vorgetragen ~ meine daumenschrauben gehen weit in die höhe
angiehexhex 8 months ago