Klonfleisch: Verbieten statt Regulieren
Bisher wollte das EU-Parlament die Einfuhr von Fleisch von geklonten Tieren und deren Nachkommen verbieten. Die EU-KOM und der EU-Agrarministerrat wollen dieses Verbot nur für das Fleisch von geklonten Tieren selbst (was überhaupt keinen Sinn macht, weil Tiere ja für die Zucht geklont werden und nicht für den Verzehr), nicht aber für das Fleisch von den Nachkommen geklonter Tiere. Sie argumentieren - wie auch Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner, dass die Produkte dieser Tiere schon jetzt ungeregelt auf den Markt gelangen würden und deswegen eine Regelung notwendig sei.
Aus grüner Sicht ist dies völlig unnötiger vorauseilender Gehorsam gegenüber den USA, die den Verkauf von Klonfleisch seit 2008 zugelassen haben. Es ist nicht geklärt, ob und wenn ja in welchem Umfang derzeit überhaupt schon Produkte von Nachkommen geklonter Tiere auf dem Markt sind. Forderungen wie zum Beispiel von Seiten der CDU/CSU, die Vermarktung lediglich zu regulieren und die Produkte zu kennzeichnen statt klar zu verbieten bedeuten nichts anderes, als die Tür für Klonfleisch grundsätzlich zu öffnen. Und die Augen vor den ethischen und tierschutzrechtichen Problemen des Klonens zu verschließen.
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