Der chinesische Architekturmarkt zählt zu den dynamischsten der Welt. Dabei ist die private Architekturpraxis vergleichsweise neu in China. Erst seit 1994 ist die Gründung privater Architekturbüros erlaubt.
Die Ausstellung „M8 in China - Zeigenössische Chinesische Architekten"
widmet sich den kleinen, flexibel agierenden Büros, deren Mitglieder zum
großen Teil im westlichen Ausland studiert haben, sich in Wettbewerben
behaupten, internationale Netzwerke pflegen und damit auch das eigentliche Entwicklungslabor der zeitgenössischen chinesischen Architektur darstellen. Unter dem Schirm des Gastlandes China der Internationalen Buchmesse 2009 und dessen Motto „Tradition und Innovation" werden neue Tendenzen in der aktuellen chinesischen Architektur aufgespürt.
Alle acht in der Ausstellung präsentierten Architekturbüros zeichnen sich
durch die Hinwendung zu regionalen Typologien, durch die Einzigartigkeit des
ortsspezifischen Kontexts und die Wiederentdeckung traditioneller
Handwerkstechniken aus und unterscheiden sich darin von den Planungen
staatlicher Designinstitute, die von der chinesischen Traditionen oftmals
losgelöste spektakuläre Bauten in den Megastädten des Landes errichten.
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