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Parkeisenbahn Berlin Wuhlheide: Eine Rundfahrt (23.04.2011)

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Uploaded by on Apr 24, 2011

Eine Rundfahrt mit der Parkeisenbahn Berlin Wuhletal.
Die Berliner Parkeisenbahn (BPE) ist eine Schmalspurbahn im Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in Berlin-Oberschöneweide, die vorwiegend von Kindern und Jugendlichen betrieben wird.
Wie bei anderen ehemaligen Pioniereisenbahnen übernehmen Kinder und Jugendliche einen großen Teil des Betriebs. Sie sind für fast alle Dienstposten selbst verantwortlich. Dazu gehören Schaffner und Schrankenwärter (ab 11 Jahre), Aufsichten und Zugführer (ab 12 Jahre) sowie Fahrdienstleiter (ab 15 Jahre) und Lokführer, Rangierleiter (ab 18 Jahre). In einem Kurssystem erlernen die Kinder mit fortschreitendem Alter immer weitere Qualifikationen und können sich unter anderem zum Wagenmeister, Lokführer oder Fernmeldetechniker ausbilden lassen. Über 170 Parkeisenbahner kümmern sich um den Betrieb der Bahn.
Durchschnittlich besuchen jedes Jahr ca. 60.000 Gäste die Bahn. Die Berliner Parkeisenbahn ist eine gemeinnützige Einrichtung. Sie ist auf die Unterstützung der öffentlichen Hand und auf Spenden angewiesen. Wenige festangestellte und zahlreiche ehrenamtliche Mitarbeiter sichern den Fahrbetrieb der Bahn.
Rechtsgrundlage für den Betrieb der Bahn ist seit 1980 die Bau- und Betriebsordnung für Pioniereisenbahnen.
Bereits 1952 wurde im Pionierpark „Ernst Thälmann" (damals noch Berliner Pionierrepublik genannt) eine Arbeitsgemeinschaft mit jungen Pioniereisenbahnern gegründet, welche auf dem Berliner Weihnachtsmarkt mit Unterstützung der Dresdner Pioniereisenbahn eine Liliputbahn betrieb. Weitere Erfahrung konnten die Pioniereisenbahner in den Sommermonaten auf einer Schmalspurbahn im Zittauer Gebirge sammeln.
Nach dem Vorbild anderer Pioniereisenbahnen in der DDR und der Sowjetunion wurde am 3. Januar 1956, dem 80. Geburtstag von Wilhelm Pieck, dem damaligen Präsidenten der DDR, das Vorhaben verkündet, im Pionierpark „Ernst Thälmann" eine Pioniereisenbahn zu bauen. Die Eisenbahn wurde in nur sechs Monaten Bauzeit durch die ehrenamtliche Arbeit von tausend Eisenbahnern und vielen Freiwilligen aus der Berliner Bevölkerung am 10. Juni 1956 fertiggestellt und war zu diesem Zeitpunkt die sechste Pioniereisenbahn in der DDR. Sie wurde als Schmalspurbahn mit einer Spurweite von 600 mm errichtet. Die Streckenlänge betrug 6,9 km.
1973 wurden in Vorbereitung auf die X. Weltfestspiele der Jugend und Studenten sämtliche Betriebsanlagen generalüberholt. Dabei wurden auch die Fahrzeuge modernisiert. 1978 übernahm die Deutsche Reichsbahn die Betriebsführung der Bahn vom Berliner Magistrat.
Mit dem Bau des Pionierpalastes 1979 musste die südlich des Badesees gelegene Strecke auf dessen Nordseite verlegt und der (damalige) Bahnhof Badesee aufgegeben werden. Der Bahnhof Pionierpalast (heute Eichgestell) entstand neu.
1990 wurde die „Pioniereisenbahn Berlin" in „Berliner Parkeisenbahn" umbenannt.
1992 fand in der Wuhlheide das II. Internationale Feldbahntreffen statt, bei dem zahlreiche Gastfahrzeuge auf den Gleisen der Parkeisenbahn zu besichtigen waren.
Bis zum 20. März 1993 gehörte die Bahn als Abteilung zum Instandhaltungswerk für Signal- und Telekommunikationstechnik der Deutschen Reichsbahn. Danach ging der Betrieb auf die „Berliner Parkeisenbahn gemeinnützige Gesellschaft mbH" (BPE) über, deren Gesellschafter heute die Vereine „Schmalspurbahn-Freunde Berlin" (SBF) und Dampf-Kleinbahn Mühlenstroth sind. Die BPE ist als „Träger der freien Jugendhilfe" anerkannt. Bahnaufsichtsbehörde ist die Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung.
Am 16. Oktober 1993 wurde die neue, 0,6 km lange Strecke vom Bahnhof Badesee zum S-Bahnhof Wuhlheide eröffnet. Seit 1997 im Stellwerk Badesee ein sogenannter Selbststellbetrieb eingerichtet wurde, kann der Betrieb auf dieser Strecke bei unbesetztem Stellwerk automatisiert durchgeführt werden.
Im Jahr 2006 wurde die Anlage in „Parkeisenbahn Wuhlheide" umbenannt, während die Betreibergesellschaft weiter unter der Bezeichnung „BPE Berliner Parkeisenbahn gemeinnützige Gesellschaft mbH" auftritt.
Im Frühjahr 2007 wurden durch Brandstiftung im Betriebswerk der BPE zahlreiche Fahrzeuge zerstört oder beschädigt. Ein Großteil der Schäden konnte bis Ende 2007 behoben werden.
Am 27. März 2010 konnte der neue Bahnhof Haus Natur und Umwelt, der sich an der Strecke Badesee-Freilichtbühne befindet, in Betrieb genommen werden.[1]

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All Comments (1)

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  • Klasse, endlich gibt es ein Video von meinen Fahrkünsten in der Berliner Wuhlheide.

    Vielen Dank fürs Hochladen :)

    Wann kommt ihr mich das nächste Mal besuchen?

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