20. Pleisweiler Gespräch mit Dr. Heiner Flassbeck - Teil 1/8
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was mir immer etwas auf den nachdenkseiten.de etwas unterrepräsentiert zu sein scheint: der Gedanke, daß eine möglichst hohe Staatenverschuldung eben Zweck einer "Bankenpolitik" sein könnte, eben wegen dem trivialen Zusammenhang zwischen Höhe der Schulden u. Höhe der ZInsen. Ein Staat könnte, werden die Schulden nur noch genug, teilweise in Privatbesitz übergehen, würde er "insolvent" gehen. Oder eben weiter Schuldgeld drucken. Win-win-Situation.
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@fakeraol "dieses Geldsystem" impliziert die Vorstellung es gäbe DAS System. Dies ist aber eine Vorstellung, die einer sachlichen Betrachtung nicht standhält und in das Reich der Verschwörungstheorien verbannt werden sollte. Sowohl Wirtschaft, Politik und Finanzwesen bestehen aus einer Unmenge heterogener Systeme und Subsysteme, die miteinander verwoben sind und von divergenten Interessen beeinflusst werden. Diese Systeme werden nicht einfach verschwinden und uns ins Mittelalter katapultieren!
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Du wirst lachen (noch..): damit werden wir wohl rechnen müssen, wenn diese Entwicklung so weiter geht. Vielleicht beschäftigst Du Dich ja mal damit, wie dieses Geldsystem funktioniert.
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@01synergist Ansich richtig, nur lässt sich das nicht beliebig fortführen, da beliebige Lohnkürzungen negative Effekte auf das Unternehmen haben werden. Seine Chance auf dem Markt konkurrenzfähig zu sein, sinkt. Kein Unternehmen kann nur mit niedrig qualifizierten Billiglöhnern konkurrenzfähig bleiben. Niedrige Löhne führen meist(längerfristig) zu einer geringeren Leistungsfähigkeit des Unternehmens.
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@fakeraol Sie können ja versuchen, demnächst statt mit der EC-Karte oder Bargeld per klassischem mittelalterlichen Tauschhandel in Naturalien ihre Konsumgüter bezahlen. Viel Erfolg!
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ich bin nicht gegen das System - das System ist gegen mich!!!
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@01synergist Wachstum spielt sich wenig an der Börse ab. In einigen Länder sind Bankdienstleistungen zwar stark beteiligt, aber das allein könnte garkein Wachstum geben, weil nichts Reales hergestellt wird. Die reale Wirtschaft bringt Effekte hervor, die die Banken dann bewerten und so Preise spekulativ verändern. Diese Preise haben wiederrum Effekte. An diesen Preisen orientieren sich dann z.B. Investoren im Immobilienbereich, die dann ein gefährliches Überangebot erzeugen können: Eine Blase
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Wenn von Wirtschaftswachstum die Rede ist, dann brauch man sich nicht zu wundern, wenn unten nichts ankommt, weil sich dieses wahrscheinlich nur an der Börse abgespielt hat.
Beispiel, einem Betrieb gelingt es maßgeblich die Löhne zu senken und schon sinkt das Wachstum, aber weil der Betrieb eine deutlich höhere Gewinnerwartung hat, boomt dieAktie und zieht noch einige mit nach oben.
Und da die Börse Gewinne vorweg nimmt, haben wir plötzlich ein Wachstum ohne zusätzliche Leistung,stimmt das so ?
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17.366 Aufrufe, das macht mich ziemlich glücklich. Bleibt die Hoffnung, dass diese 17.000 Menschen seine Worte in alle Welt tragen.
Sehr guter Vortrag von Herrn Flassbeck !
spooner245 1 year ago 5
@beorogh genau - eine Blase !
Die Realität hat sich soweit von den Fundamenten einer Demokratie entfernt, dass wir wieder bei den "Basics" anfangen müssen ....
vl. sollte die Wirtschaft dem Bürger dienen, nicht umgekehrt - daraus folgt :
Vorrang der Realwirtschaft vor der Spekulation - ein fundamentales Prinzip das Verfassungsrang haben sollte ...
01synergist 8 months ago in playlist Finance and Euro - Crisis - currently 4