Bei der Operation von Hirntumoren steht der Neurochirurg trotz Einsatz modernster Neuronavigationsgeräte immer wieder vor der Frage, ob er das Tumorgewebe tatsächlich vollständig entfernt hat. Denn durch den Eingriff selbst kann sich das Hirngewebe verlagern (Brain Shift), so dass die vor der Operation aufgenommenen und als Grundlage der Neuronavigation verwendeten Kernspin-Bilder nicht mehr mit der aktuellen Situation übereinstimmen. In der Asklepios Klinik Nord - Heidberg in Hamburg steht für solche Fälle nun ein Kernspintomograph während der Operation zur Verfügung, der direkt an den OP-Saal angeschlossen ist. Die so gewonnenen aktuellen Bilder lassen sich in das Navigationssystem einspeisen und bringen es so auf den aktuellen Stand, damit es dem Neurochirurgen mit größtmöglicher Präzision die Orientierung im Gehirn und die Erkennung des Resttumorgewebes ermöglichen kann. In diesem Video spricht Moderatorin Theresa von Tiedemann mit dem Neurochirurgen Prof. Dr. Paul Kremer über die Möglichkeiten und Funktionen dieses neuen Systems.
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