Bist Du ein Fleischesser?

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Uploaded by on Sep 28, 2010

Das Deutsche Krebsforschungszentrum beobachtete in einer Langzeitstudie 21 Jahre lang das Leben von 1904 Vegetariern. Die Studienteilnehmer wurden dabei in drei Ernährungstypen unterschieden: Veganer (60 Teilnehmer), die keinerlei tierische Produkte verzehrten; Ovo-Lakto-Vegetarier (1165 Teilnehmer), die kein Fleisch, aber Milch- und Eierspeisen auf ihrem Speisezettel hatten; und schließlich „moderate" Vegetarier, die gelegentlich Fisch oder Fleisch verzehrten. Ihre Gesundheitsdaten verglichen die Wissenschaftler mit den entsprechenden Werten der Durchschnittsbevölkerung.


Das Ergebnis dieser Studie: Die Sterbequote der Frauen war bei den Vegetarier um etwa 30, bei den Männern sogar um 50 Prozent reduziert. Diese Sterbequoten zeigten jedoch auch, dass das längere Leben nicht direkt vom Verzicht auf Fleisch verursacht wird. Das heißt, die moderaten Vegetarier schnitten ähnlich gut ab wie die strengen Veganer. Also liegt es nicht am Fleischkonsum alleine, wie lang das Leben dauert. Allen drei Gruppen war laut Studienleitern Professor Jenny Chang-Claude gemeinsam, „dass sie sich aufgrund ihres insgesamt sehr gesundheitsbewussten Lebensstils deutlich von der Allgemeinbevölkerung unterschieden".

Möglich also, dass der vegetarische Lebensstil als Ganzes gesund hält, und nicht die vegetarische Kostform an sich. Doch diese Problematik scheint für Nichtvegetarier ohnehin bedeutsamer zu sein als für die Betroffenen selbst. Die Psychologinnen Kristin Mitte und Nicole Kämpfe von der Universität Jena befragten 115 Vegetarier, warum sie eigentlich auf Fleisch verzichten würden. Das Motiv „Gesundheit" kristallisierte sich dabei nur als eines von vielen heraus. „Viele Vegetarier betonen, dass sie Fleisch und Fleischprodukte einfach nur ekelerregend finden", erläutert die Psychologin Mitte.

Dass Fleischverzicht zu Mangelerscheinungen führen würde, wie oft behauptet wird, kann wissenschaftlich allerdings nicht bestätigt werden. Ein Forscherteam um Professor Ibrahim Elmadfa von der Universität Wien fand bei Veganern und Ovo-Lakto-Vegetariern sogar eine weit überdurchschnittliche Versorgung mit Vitamin C, Carotinoiden, Folsäure, Ballaststoffen und ungesättigten Fetten.

Die Veganer nahmen allerdings zu wenig Vitamin B12 zu sich und zu wenig Kalzium und Vitamin D. Erstaunlicherwise zeigten sie dennoch keine verstärkte Neigung für entsprechende Mangelerkrankungen wie beispielsweise Osteoporose. In einer Studie der Washington-Universität in St. Louis zeigten Rohköstler sogar höhere Vitamin-D-Werte als die Konsumenten einer typischen amerikanischen Kost, die ja stark fleischlastig ist; und ihre Knochen waren zwar leichter, aber keinesfalls weniger stabil.

Vermutlich federn Vegetarier potenzielle Mangelprobleme dadurch ab, dass sie einen Lebensstil führen, der ihren Bedarf an Vitaminen und Mineralien hinunterschraubt. So bescheinigt ihnen Elmadfa, dass sie sich im Durchschnitt mehr bewegen und weniger Alkohol trinken als andere Menschen, „und Raucher findet man unter ihnen ohnehin nur äußerst selten". Dadurch sinkt ihr Bedarf an antioxidativen Vitaminen und Mineralien.

Kalziumräuber wie Cola-Getränke und Schmelzkäse sind ebenfalls untypisch für den Speiseplan eines Vegetariers. Und zu ihrem Lebensstil gehört in der Regel auch, dass sie sich viel im Freien aufhalten und dadurch ihre körpereigene Vitamin-D-Produktion mobilisieren. Wer also einfach einen ähnlichen Lebensstil führt und trotzdem nicht auf Fleisch verzichtet, könnte vielleicht ebenfalls länger leben.

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  • Das Ergebnis der Studie, wäre vermutlich in puncto Nährstoffversorgung deutlich zu ungunsten von Veganern ausgefallen, wenn diese sich nicht in Bezug auf ihre gesamte Lebensführung und ihren Genussmittelkonsum so defensiv verhielten. Eine vegane Ernährung, ist und bleibt für mich eine konsequente Unterversorgung des Körpers mit wichtigen Nährstoffen. Das bei einer sehr gesunden Lebensführung u. fehlender körperlicher Arbeit, weniger von diesen benötigt werden, dass steht außer Frage.

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