Prof. Dr.-Ing. Ralf Otterpohl studierte an der RWTH Aachen Bauingenieurwesen, worauf er sich vorher mit einer Maurerlehre praktisch vorbereitete. Es schloß sich eine Assistententätigkeit am Institut für Siedlungswasserwirtschaft an, wo er über die dynamische Kläranlagensimulation promovierte, inzwischen hat er einen Lehrstuhl an der Technischen Universität Hamburg und ist im Vorstand der DGEIM.
Dieses Interview entstand im Rahmen des 11. Symposiums der DGEIM am 17. Oktober 2009 in Heidelberg, Stadthalle. Das Interview führte Dagmar Berberich. Weitere Informationen unter http://www.dgeim.de
Hunderte von Reststoffen der Medikamente verlassen unseren Körper hauptsächlich mit dem Urin. Wenn der getrennt gesammelt wird (Trenntoilette) kann man diesen behandeln um die Schadstoffe zu beseitigen und den Dünger zu nutzen. LÖeider nicht ganz einfach, aber machbar.
Am übelsten sind sicher die in grossen Mengen ausgeschiedenen Rückstände der Pille, die synthethischen Hormone sind leideer sehr stabil und kommen an vielen Orten mit aus dem Waserhahn. Unschön bis dramatisch!
Ralf Otterpohl
tubenotter 3 months ago
Abwässer sollen einerseits so stark mit Schadstoffen belastet sein, dass sie auch nach Klärung nicht für den Trinkwassergebrauch geeignet sind, andererseits sollen aber Urin und Fäkalien als Dünger genutzt werden? Sowohl dieser Dünger, als auch geklärtes Wasser sind (bei uns) hygienisch einwandfrei. Beide sind aber mit „Pharma-Rückständen“ etc. belastet.
Ist das nicht ein Widerspruch? Die Schadstoffe gehen durch den Dünger in die Nahrung über, das kann ja laut Otterpohl nicht gut sein.
kleptoplast 1 year ago