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Stephen Hawking: Wie ist das Universum entstanden? Sind wir allein?

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Uploaded by on Sep 13, 2010

http://facebook.com/WissensMagazin / http://facebook.com/ScienceReason

Professor Stephen Hawking stellt einige große Fragen über unser Universum: Wie ist das Weltall entstanden? Und wie entstand das Leben? Sind wir allein im Universum oder gibt es dort draußen außerirdisches Leben? Wie sieht die Zukunft der Menschheit aus?

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Es gibt nichts Größeres oder Älteres als das Universum.

Bis in die 1920er dachte jeder, dass das Universum im Wesentlichen statisch und unveränderlich in der Zeit gewesen sei. Dann wurde entdeckt, dass sich das Universum ausdehnt. Ferne Galaxien bewegen sich von uns weg. Das bedeutet, dass sie in der Vergangenheit enger zusammen gewesen sein mussten. Wenn wir zurückrechnen, stellen wir fest, dass wir alle übereinander gewesen sein mussten - vor etwa 15 Milliarden Jahren. Das war der Urknall, die Entstehung des Universums.

Aber gab es etwas vor dem Urknall? Wenn nein, was genau schuf dann das Universum? Warum ging das Universum genau so aus dem Urknall hervor? Wir dachten, dass man die Theorie des Universums in zwei Teile aufteilen konnte. Erstens gab es Gesetze wie die Maxwell-Gleichungen und die allgemeine Relativitätstheorie, welche die Entstehung des Universums festlegten -- bei gegebenem Zustand des gesamten Raumes zu einer Zeit. Zweitens gab es die Fragestellung zum Ausgangszustand des Universums.

Wir haben gute Fortschritte hinsichtlich des ersten Teils gemacht und haben nun das Wissen über die Gesetze der Evolution unter den außergewöhnlichsten Bedingungen. Aber bis vor kurzem hatten wir kaum eine Vorstellung vom Ausgangszustand des Universums. Doch die Einteilung in Gesetze der Evolution und Ausgangszustände ist davon abhängig, dass Zeit und Raum unterschiedlich sind.

Unter außergewöhnlichen Bedingungen erlauben es die allgemeine Relativitätstheorie und die Quantentheorie, dass sich die Zeit wie eine weitere Dimension des Raumes verhält. Dies hebt die Unterscheidung zwischen Zeit und Raum auf und bedeutet, dass die Gesetze der Evolution ebenfalls den Ausgangszustand bestimmen können. Das Universum kann sich plötzlich aus dem Nichts heraus selbst erschaffen.

Außerdem können wir die Wahrscheinlichkeit berechnen, dass das Universum in unterschiedlichen Zuständen erschaffen wurde. Diese Vorhersagen stimmen hervorragend mit den Beobachtungen des WMAP-Satelliten über den kosmischen Mikrowellenhintergrund überein, der ein Abdruck des sehr frühen Universums darstellt. Wir glauben, das Rätsel der Schöpfung gelöst zu haben. Vielleicht sollten wir das Universum patentieren und jedem eine Lizenzgebühr für seine Existenz berechnen.

Nun wende ich mich zur zweiten großen Frage: Sind wir allein oder gibt es anderes Leben im Universum? Wir glauben, dass das Leben unwillkürlich auf der Erde entstand. Also muss es für das Leben möglich sein, auch auf anderen geeigneten Planeten zu erscheinen, von denen es eine große Zahl in der Galaxie zu geben scheint.

Aber wir wissen nicht, wie das Leben ursprünglich erschien. Wir haben zwei durch Beobachtungen gewonnene Anhaltspunkte über die Wahrscheinlichkeit, wie das Leben erschien. Der erste ist, dass wir Fossilien von 3,5 Milliarden alten Algen haben. Die Erde bildete sich vor 4,6 Milliarden Jahren und war vermutlich für die erste halbe Milliarde Jahre lang zu heiß.

Also erschien das Leben auf der Erde innerhalb von einer halben Milliarde Jahren nachdem es möglich war, was eine kurze Zeit ist, verglichen mit einer Lebensdauer von zehn Milliarden Jahren eines erdähnlichen Planeten. Das deutet auf eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit für auftretendes Leben hin. Wenn sie sehr gering wäre, hätte man erwartet, dass es den größten Teil der zehn Milliarden Jahre dauern würde.

http://www.ted.com/talks/lang/ger/stephen_hawking_asks_big_questions_about_th...

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Stephen Hawking ist ein englischer Astrophysiker. Er lieferte bedeutende Arbeiten zur Kosmologie, wobei seine Forschung vor allem auf dem Gebiet der Physik der Schwarzen Löcher angesiedelt ist. Durch populärwissenschaftliche Bücher über moderne Physik ist er auch einem breiten Publikum außerhalb der Fachwelt bekannt geworden.

1963 wurde bei Hawking eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems (Amyotrophe Lateralsklerose, abgekürzt ALS) diagnostiziert. Seit 1968 ist er auf einen Rollstuhl angewiesen. Durch einen Luftröhrenschnitt 1985 verlor er die Fähigkeit zu sprechen und ist für die verbale Kommunikation auf die Benutzung eines Sprachcomputers angewiesen, den er zunächst mit seinem rechten Wangenmuskel steuerte. Mittlerweile wird die Bewegung seiner Pupillen zur Steuerung genutzt.

http://de.wikipedia.org/wiki/Stephen_Hawking
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Top Comments

  • @mile099 ich denke eher, dass DIE Menschen dumm sind, die glauben, Wissenschaft und Religion würden sich gegenseitig ausschließen!

  • @TheHelge57 Wer hat gesagt,dass man sich irgendwelchen Theorien zuwenden muss? Wer sagt, dass es eine Theorie geben muss, um an Gott zu glauben? Sagen Sie mir, warum die Welt so dringend ein Beweis braucht? Sie wird ihn wohl nie finden. PS: Ich höre mich wirklich stark gläubig an, bin ich aber nicht, ich glaube einfach nur an Gott! Und dafür brauch ich keinen Beweis!

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All Comments (502)

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  • @The92Lord Massenreligion, wie sie auf der Erde bekannt ist (Christentum, Islam,...), war und ist dem Fortschritt unseres Wissens immer ein Hindernis. Es geht nicht darum, was Realität ist, sondern wie all die gläubigen Menschen ihre Religion ausleben. Viel zu fanatisch. Viel zu naiv.

  • Es ist sowieso klar das die Menschen die Erde verlassen müssen entwieder durch astroiden oder son scheiss oder spätestens durch die sonnen explosion.

  • Test

  • @The92Lord Die Theorie eines Gottest ist als beweisbar Falsch widerlegt worden. Die Katholische Kirche ist neben ihrer Zuwendung zu Kindern heute damit beschäftigt " ihre Sicht der Welt " der Wissenschaft anzugleichen um nicht unglaubwürdig zu erscheinen!

  • @mile099 Sie müssen damit rechnen, dass die Geschichte der Menschheit den Weg über die Religion machte. Die Tempel der alten Hochkulturen sind die Keimzellen der heutigen Ministerien und Universitäten.

  • @Flo2806 2)Bestes Beispiel ist die griechische Mythologie. Gottheiten für alles: Blitze, Donner, Sonne, Meere usw. Je mehr man allerdings über diese Dinge erfuhr, desto sinnloser wurden diese erfundenen Geschöpfe. Heute sind wir nur noch bei "DER FRAGE ALLER FRAGEN": unsere Existenz. Daher finde ich es spannend, dass es in unserer Kultur nur noch "den einen Gott" gibt. Ich weiß das letzteres etwas zu hoch gegriffen ist, aber interessant ist diese Entwicklung, Götter zu reduzieren, dennoch, oder?

  • 1) Religion und Wissenschaft schließen sich allerdings in sofern aus, dass es in Religionen heilige Schriften gibt, die die "einzige Wahrheit" und "nichts als die Wahrheit" beinhalten, so wird es zumindest behauptet. In der Wissenschaft gibt es nicht -->DIE<--- Wahrheit, sondern nur belegte und widerlegte Theorien. Ansonsten stimme ich vor allem den Kommentar von @kzruns zu. Es gab in jeder Epoche und jeder Kultur Gottheiten, die erschaffen wurden, um Geschehnisse zu erklären.

  • @The92Lord

    Bin voll deiner Meinung!!!

  • Religion ist ein (Aber-)Glaube der in den frühen Jahren von Menschen erschaffen wurde die nach der Ursache der Existenz strebten; wie sind wir und die Welt entstanden?

    Damals hatte man weder Mittel noch Möglichkeiten dies zu erforschen so wurde ein Gott, der angebliche Schöpfer als Ursprung für alles erfunden.

    Die Wissenschaft hingegen beruht auf modernen Erkentnissen heutiger Forschung und ist handfester als die angebliche Existenz eines übermenschlichen Wesens das alles erschaffen hat.

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